Veganer Fleischersatz LikeMeat

Veganer Fleischersatz – Tierleidfreier Genuss ohne Verzicht

in Magazin von Trang18 Kommentare

Der Trend zum Veganismus und Vegetarismus lässt sich anhand verschiedenster Statistiken, die wir im Rahmen unserer Becoming Green-Kampagne zusammengetragen haben, deutlich ablesen. Und auch in Supermärkten wimmelt es immer mehr von Tofu, Seitan und Co. Grund dafür ist sicherlich das steigende Bewusstsein für das durch die Lebensmittelindustrie verursachte Tierleid, aber auch für unsere Umwelt. Denn je weniger tierische Produkte wir zu uns nehmen desto besser können sich die Natur und das Klima erholen. Um nicht auf den Geschmack verzichten zu müssen, den wir bereits von Klein auf gewohnt sind, greifen viele für den Einstieg in eine vegetarische oder vegan Ernährung zu täuschend ähnlichen Imitaten, veganem Fleischersatz.

Veganes Fleisch aus Sojabohnen

Als bekanntestes veganes Fleischersatzprodukt gilt sicherlich Tofu. Dieser wird aus Sojabohnen gewonnen und ist in südostasiatischen Ländern fester Bestandteil der traditionellen Küche. Demnach ist das proteinreiche Lebensmittel eben nicht nur etwas für Veganer*innen und Vegetarier*innen wie hierzulande immer noch einige zu glauben scheinen. Die Wunderbohne gibt es in allen Varianten und Formen. Während zum Beispiel Tofu aus geronnener Sojamilch gewonnen wird, entsteht Tempeh durch die Fermentation ganzer Sojabohnen. Sojagranulat hingegen besteht aus entfettetem Sojamehl, einem Nebenprodukt der Sojaölherstellung. Der Vorteil an Soja-Produkten: Sie sind vielfältig einsetzbar und können nahezu jeden Geschmack annehmen. Auch die Konsistenz eignet sich wunderbar zur Kreation von Veganem Schnitzel oder Veggie-Würstchen. An dieser Stelle sei nochmals betont, dass wesentlich mehr Soja für die Nutztierhaltung verwendet wird als für veganes Fleisch und dass das Soja für Tofu und Co. meist aus Europa und teilweise sogar aus Deutschland stammt, sodass dafür keine Regenwälder abgeholzt werden müssen.

Seitangyros und veganes Dönerfleisch

Auch Seitan genießt eine hohe Beliebtheit als veganer Fleischersatz. Das Lebensmittel aus Weizeneiweiß überzeugt vor allem durch seine leicht zähe, fleischnahe Konsistenz und kann ähnlich wie Tofu den Geschmack jeglicher Gewürze annehmen. So gibt es zum Beispiel veganes Dönerfleisch aus Seitan, oder veganen Gyros.

Pilze als veganer Fleischersatz

Aufgrund des hohen Eiweißgehalts eignen sich Pilze wunderbar als natürlicher und gesunder veganer Fleischersatz. Aus Kräuterseitlingen lassen sich zum Beispiel vegane Jakobsmuscheln zaubern, gehackte Champignons bilden eine tolle Bolognese-Basis und jegliche Pilzmischungen ergeben einen leckeren veganen Burgerpatty.

Vegan ist doch ungesund!

Vegetarische und vegane Fleischalternativen sind auch nur Chemie, unnatürlich und nicht besser als Fast Food? Mit solchen Vorwürfen müssen sich Menschen, die auf tierische Produkte verzichten, nur allzu oft auseinandersetzen. Dabei gibt es unzählige, reichhaltige und gesunde Alternativen zu Fleisch, die dabei auch noch voller wertvoller Proteine, Vitaminen und Mineralstoffen stecken.

Hier unsere Liste mit natürlichen und gesunden Fleischersatz-Produkten
  • Tofu
  • Tempeh
  • Sojageschnetzeltes
  • Lupine
  • Seitan
  • Pilze
  • Bohnen und Linsen
  • Sonnenblumenhack
  • Jackfrucht

Eine grüne Entwicklung – Veränderungen in Sachen veganer Fleischersatz in den letzten Jahren

Mit der Nachhaltigkeitsbewegung findet sich immer mehr verarbeiteter, veganer Fleischersatz in den Kühlregalen deutscher Supermärkte. “Becoming Green” spielt sich schließlich nicht nur bei dir zuhause sondern auch in der Außenwelt ab. Einige Omnivore kaufen bewusst ab und zu ein veganes Schnitzel, um ihren Fleischkonsum zu reduzieren, ohne dabei auf den Genuss zu verzichten. Andere wagen den kompletten Umstieg auf eine pflanzliche Ernährung, da das Angebot an leckeren, veganen Fleischersatzprodukten und Milcherzeugnis-Alternativen stetig wächst. Somit spricht die vegane Vielfalt nicht nur Gourmetköch*innen, sondern auch Fastfood-Liebhaber*innen an. Veganes Fleisch ist schließlich für alle da!

Veganer Fleischersatz erreicht ein neues Niveau

Das Düsseldorfer Unternehmen LikeMeat zählt zu den Herstellern veganer Fleischersatzprodukte, die sich in den letzten Jahren stark etabliert haben. Die Bratwürste, Schnitzel, Frikadellen und Hähnchenfilets der Marke sind aus den Läden nicht mehr wegzudenken und geschmacklich kaum zu übertreffen. Kein Wunder, hinter der 2013 gegründeten Firma stecken waschechte Fleischliebhaber, die mir ihren Produkten eine junge Zielgruppe ansprechen und neue Standards bei den Fleischalternativen setzen wollen. Vegane Produkte für Fleischfans, Veganer und allen dazwischen. Hier wird schnell klar: Es geht nicht Verzicht, sondern um den Genuss. Wir haben in einem Interview mit dem Leiter der Produktentwicklung und Qualitätsabteilung von LikeMeat, Dr. Achim Knoch über ihren grünen Werdegang, Inspirationen und Anregungen gesprochen.

Warum ist LikeMeat nachhaltig?

“Seit der Zugehörigkeit von LikeMeat zum globalen The LIVEKINLDY Collective, verbinden wir Agilität, Effizienz und Produktionsfähigkeit auf einzigartige Weise. Für die von inSYTETM zertifizierten Sojabohnen aus biologischem Anbau werden keine gentechnisch veränderten Bohnen eingesetzt. Darüber hinaus verwendet LikeMeat keine Sojabohnen aus Regenwaldgebieten. Wir achten aber auch bei der Verpackung auf nachhaltige Lösungen. So sind die Pappschuber FSC-zertifiziert und die Verpackungsschalen bestehen aus 95 % recycelten Materialien, die der Lieferant mit Hilfe eines speziellen Verfahrens aufbereitet.”

Worauf achtet ihr besonders bei der Herstellung eurer Produkte?

“Das Ziel liegt in der ständigen Verbesserung unserer Produkte und des Produktionsprozesses. Das bedeutet nicht nur ein besserer Geschmack, eine Struktur, ein Biss der noch näher beim tierischen Produkt ist, sondern auch verbesserte Nährwerte, möglichst klare einfache Rezepturen. Also kein Beipackzettel, der den Verbraucher irritiert, ein geringer Verarbeitungsgrad und das alles unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit. Wir haben derzeit 13 Produkte der Marke LikeMeat auf dem Markt. Alle sind vegan, glutenfrei und 100 Prozent GMO frei.”

Wo seht ihr jetzt noch Verbesserungspotential?

“Wir sind immer auf der Suche nach neuen Ingredienzen für unsere Produkte. Im Moment basieren elf unserer Produkte auf Soja- und zwei auf Erbsenproteinen. Die Qualität ist schon sehr gut, kann aber noch weiter verbessert werden. Uns ist es zudem sehr wichtig, eine schlanke Rezeptur zu entwickeln, die über möglichst wenig Zusatzstoffe verfügt. Und last but not least soll es natürlich nicht bei nur 13 Produkten bleiben. Noch verraten wir nichts, aber schon in Kürze werdet ihr neue LikeMeat-Produkte im Laden finden, die euch hoffentlich viel Spaß machen werden.”

Was ist euer Wunsch für die Zukunft?

“Ich spreche lieber von Zielen, als von Wünschen: Unser übergeordnetes Ziel ist es, pflanzenbetonte Ernährung als neue Norm zu etablieren. In Zukunft soll jeder ganz einfach vom Geschmack von pflanzlichen Proteinen und einer pflanzlichen Ernährung profitieren können. Unser Jahresziel 2021 ist es mit LikeMeat, unser Barbecue Sortiment zu vergrößern. Auch im Chicken Segment wird es einige Innovationen geben.”

Nachhaltig leben ohne Fleisch – Der leichteste Schritt für eine grüne Zukunft

Ein kleiner Schritt für dich, ein großer Schritt für die globale Nachhaltigkeits-Bewegung: die Reduzierung unseres Fleischkonsums. Dabei müssen wir nicht alle von einem Tag auf den anderen zu 100 Prozent vegan leben. Wer Fleisch hin und wieder gegen vegane Alternativen austauscht oder für einen bestimmten Zeitraum auf tierischen Produkte verzichtet, trägt schon einen wichtigen Teil für eine grünere Zukunft bei. Das Handeln jedes Einzelnen macht in der Masse den Unterschied.

Trends muss man teilen...

Kommentare

  1. Ich versuche so gut es geht auf Fleisch zu verzichten, hin und wieder ein gutes Stück vom lokalen Bauern darf es aber sein. Fleischersatzprodukte nutze ich auch hin und wieder.

  2. kimpoldi

    Ich esse kein Fleisch- also nix vom Säugetier oder Vogel (seit meinem 11. Lebensjahr). Fisch esse ich ab und an, ebenso Milchprodukte und Eier. Mit Ersatzprodukten hatte ich es ganz kurz probiert, aber das ist nicht mein Ding. Problem : Soja vertrage ich nicht, Ersatzprodukte haben oft den doppelten Kaloriengehalt und sind entweder fettig, zuckerlastig oder extrem verarbeitet. Ich bleibe beim Pescetarier und kaufe Eier in Bioqualität- zumindest Milch kann ich im Kaffee und Pfannkuchen durch Hafermilch ersetzen… weiter bin ich noch nicht…

    1. Team

      Hallo Kimpoldi,
      vielen Dank für deinen Input! Wir finden, dass du dich in Sache Ernährung nicht verstecken brauchst (“weiter bin ich noch nicht”). Für dich ist der bewusste Umgang mit den Lebensmitteln wichtig – und damit bist du schon viel weiter als die meisten :)

      Liebe Grüße
      Dein TrendRaider-Team

  3. Es ist so schön zu sehen, wie immer mehr Produkte in die Regale kommen, auch beim Discounter.

    1. Ich bin auch gegen Massentierhaltung. Unbestritten sind die hohe co2 Produktion, vom Tierleid ganz zu schweigen. Jede Medaille hat seine 2 Seiten.
      Nur vegetarisch oder gar vegan ist nicht am flimafreundlichsten. Beispiele hab ich ja aufgezählt.

  4. Gast

    Das ist leider kompletter Quatsch. Nichts verbraucht mehr Ackerfläche als die Fleischproduktion, einerseits für Weiden, andererseits für die Futtermittelproduktion, und von der Methan-Emission ganz zu schweigen. Die „Studien“ müsstest du dann bitte belegen, wenn du solche Behauptungen aufstellst.

      1. Vlt solltest du die zitierten “Studien”, die übrigens nur Artikel über Studien sind, auch tatsächlich lesen und auch verstehen. Im ersten Artikel steht, dass eine vegetarische Ernährung oder eine Ernährung mit sehr wenig Fleisch besser ist als eine vegane um eine steigende Weltbevölkerung zu ernähren. Die genauen Kriterien wie besser definiert werden stehen aber auch nicht drin. Ich würde Mal behaupten eine Ernährung, die nur auf Fleisch basiert war auch in dieser Studie Schlusslicht und würde deshalb im Artikel gar nicht erwähnt… Fazit: eine vegetarische Ernährung ist super um mit dem steigenden Nährstoffbedarf aufgrund steigender Weltbevölkerung klar zu kommen, nicht eine mit viel Fleisch ;)

        Zweite Studie:
        Da gings um Diäten, die unter anderem auch Meeresfrüchte enthalten, somit weder vegetarisch noch vegan sind und damit schon mal komplett am Thema vorbei sind… Aber seis drum. Sonst wurde da gesagt, dass Gurken und Salat einen hohen Wasserverbrauch haben, logisch bestehen ja auch fast nur aus Wasser. Es wurden also einzelne Lebensmittel rausgepickt, die für Diäten empfohlen werden, die nicht zwangsläufig besser für die Umwelt sind. Meinen Salat ziehe ich mir im Übrigen selbst auf dem Balkon, hat also eine super Klimabilanz. Diäten und vegetarisch/vegane Ernährungsformen sind aber komplett andere Dinge, hat also Null Aussagekraft, die zum anderen auch Null mit deinen hier aufgestellten Thesen zu tun haben.

      2. Richtig, weniger Fleisch ist ideal. Ich habe nie geschrieben, dass viel Fleisch gut ist. Mit einer reinen vegetarischen oder veganen Ernährung könnte man die Weltbevölkerung garnicht ernähren.

  5. Sonnenblumenhack hab ich für mich entdeckt. Ich finde es sehr lecker, und es ist auch noch deutlich günstiger als Hackfleisch. :-)

  6. Ich hab seltenst Lust auf Fleisch, sondern mittlerweile auch viel häufiger auf richtig leckeres Sojageschnetzeltes oder nice marinierten Tofu, kann null verstehen warum das bei vielen aus reiner stumpfen Gewohnheit nicht als Alternative in Frage kommt 🤷‍♀️

    1. Soja steckt in vielen Produkten . Um den immensen Bedarf zudecken, werden durch radikale Abholzung riesige Anbauflächen geschaffen, in Monokultur. Dadurch verschwindet immer mehr Raum für die Tier und Pflanzenwelt. Einsatz von Pestiziden, Herbizide die das Grundwasser verunreinigen.
      Gentechnisch veränderte Sojabohnen…usw.
      Da kann ich dankend ablehnen.

      1. Du weißt aber schon (bzw. Hättest es in diesem Artikel lesen können), dass der Großteil des Sojas (über 90%) als Futtermittel für die Tierhaltung verwendet wird!? Das führt deine ganze Argumentation ad absurdum … Und vegetarisch war lange Zeit in sehr vielen Kulturen die normale Ernährung, da man sich Fleisch schlichtweg nicht leisten konnte.
        Natürlich ist es einfacher als schlecht zu machen als sich ernsthaft damit zu befassen, weil dann müsste man ja vielleicht tatsächlich seine Essgewohnheiten über denken…

      2. Deswegen keine Massentierhaltung. Wenn wir Fleisch essen, und ich schreibe wenn. Dann kaufen wir das Fleisch beim Metzger des Vertrauens. Wo ich weiß, dass die Tiere artgerecht mit Auslauf gehalten werden, Futter von der Weide usw. Da wird kein Soja verfüttert.
        Deine “Eigenversorgung” ist doch schön. Nicht jeder hat die Möglichkeit .
        In meiner Argumentation geht es um das Klima und nicht, dass der Mensch sich Fleisch nicht leisten kann.
        Der Mensch hat sich in seiner Entwicklung fast nur von Fleisch ernährt. Von ein paar Früchten hätte er garnicht Überleben können.
        Hat sich ja GSD geändert.

  7. Es gibt Studien die zeigen, dass vegane und vegetarische Ernährung das Klima mehr belasten. Der Strom und Wasserverbrauch ist bei der Gemüseproduktion höher als bei der für Futter für Tiere. Würden sich alle Bürger vegan ernähren, müssten neue Äcker angelegt werden, die Wassermassen schlucken. Zur Aufbereitung von Obst und Gemüse bräuchte es mehr Strom, was mehr Kraftwerke benötigt.
    Die Supermärkte sind auf dem Hype aufgesprungen. Diese Pseudo Nahrung, was sich vegan oder vegetarisch nennt, möchte ich nicht essen.
    Da gilt weniger ist mehr. Wenn es bei uns Fleisch gibt, dann aus einer artgerechten Haltung.
    Und meine Box ist noch nicht da 🤔

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