Nachhaltigkeit Entwicklung

Damals und heute – Die Entwicklung von Nachhaltigkeit in den vergangenen Jahren

in Magazin von Jana

Vegane Ersatzprodukte, plastikfreie Badartikel, Fahrrad statt Auto, Wasser sparen und Ökostrom: Das Thema Nachhaltigkeit begegnet uns bereits in vielen Bereichen unseres Alltags. Immer mehr Menschen kaufen bewusster ein und achten mehr auf ihre Umwelt, um die wertvollen Ressourcen, die wir auf diesem Planeten haben, zu schonen und die Biodiversität zu bewahren. Doch wie sieht es gerade eigentlich in puncto Nachhaltigkeit in Deutschland aus? In welchen Punkten haben wir unsere Lebensweise umgestellt und wo sind bereits erste Erfolge zu verzeichnen? Wir haben ein paar Statistiken aus verschiedenen Alltagsbereichen zusammengetragen, in denen sich die Nachhaltigkeit-Entwicklung bereits bemerkbar macht. Worüber dürfen wir uns schon freuen und wo gibt es noch Luft nach oben?

Infografik: Statistiken zur Nachhaltigkeit in den vergangenen Jahren

Recycling von Haushaltsabfällen

Die Wiederverwertung von Haushaltsabfällen lief in Deutschland schon imm recht gut. Bereits im Jahr 2002 wurden 56 Prozent der so genannten Siedlungsabfälle wiederverwertet, die etwa aus Hausmüll, getrennt gesammelten Papier-, Glas-, Kunststoff-, Biomüll-Abfällen oder Elektrogeräten bestehen. Insgesamt macht diese Art von Abfällen zwar insgesamt nur zwölf Prozent des Abfallaufkommens aus, jedoch sind sie im Vergleich zu übrigen Arten von Abfall sehr heterogen und ressourcenrelevant. Siedlungsabfälle können damit als repräsentativ für die gesamte Abfallwirtschaft gesehen werden.

Go Vegan – Anzahl von Vegetarier und Veganer in Deutschland

In den letzten Jahren hat die vegetarische und vegane Bewegung ein hohes Maß an Interesse gewonnen. Viele Menschen achten mehr auf den Konsum von tierischen Produkten oder verzichten sogar gänzlich auf Fleisch und/oder Milchprodukte und Eier. Bezeichneten sich im Jahr 2008 nach circa 80.000 Menschen in Deutschland als vegan lebend, sind es zwölf Jahre später 1,13 Millionen, die auf tierische Produkte verzichten. Bis zum Jahr 2020 hat die vegane bzw. vegetarische Bewegung also circa 15 Prozent an Zuwachs pro Jahr gewonnen.

Ähnliches spiegelt sich übrigens auch in unseren Überraschungsboxen wider: In nur drei Jahren wuchs der Anteil der veganen TrendBoxen von 10 Prozent auf aktuell 24 Prozent – Tendenz weiter steigend!

Vegetarische und vegane Lebensmittel

Der Anstieg der Vegetarier und Veganer blieb auch vom Einzelhandel nicht unbeachtet. Die hohe Nachfrage an pflanzlichen Alternativen von Wurst, Käse und Co. ließ viele Unternehmen umdenken oder gar erst entstehen. Allein im vergangenen Jahr stieg die Produktion von veganen und vegetarischen Fleischersatzprodukten von 14,7 Tonnen auf 20 Tonnen – ein Wachstum von 37 Prozent! Auch der Anteil von Produkten mit einer veganen Kennzeichnung ist erheblich gestiegen: von vier Prozent im Jahr 2013 auf 15 Prozent im Jahr 2017.

Treibhausgas und Ökostrom

Wie ein Damoklesschwert hängt der zu hohe Ausstoß an Treibhausgasen über Natur und Menschheit. Politik und Wirtschaft reagierten spät auf den dramatischen Anstieg von Kohlenstoffdioxid, Methan und Co., weshalb das Maß an notwendiger Reduktion noch lange nicht erreicht ist. Ein Trend ist dennoch zu erkennen: Von 1990 bis 2017 sanken die Treibhausgasemissionen um 27,7 Prozent.

In Bereich der erneuerbaren Energien zur Erzeugung von Ökostrom sind die Zahlen etwas deutlicher. Grüner Strom konnte seit 1990 einen Anstieg um das Zwölffache verzeichnen. 2017 betrug der Anteil von Ökostrom am Gesamtverbrauch bereits 37 Prozent.

Ökologische Unternehmen und Landwirtschaft

Ein nachhaltiges Umdenken auf Unternehmensebene ist für eine positive grüne Entwicklung unserer Lebensweise unabdingbar. In den letzten acht Jahren ist der Anteil von ökologisch arbeitenden Unternehmen um 35 Prozent gestiegen. Der Anteil von Produkten mit grünen Gütesiegeln hat sich von 2012 und 2016 mehr als verdoppelt. Auch im ökologischen Landbau ist ein Anstieg zu verzeichnen: Von 1999 bis 2019 ist hier der Anteil der ökologisch bewirtschafteten Fläche von 2,9 Prozent auf 7,75 Prozent gestiegen. Da diese nachhaltige Anbauweise die natürlichen Ressourcen in einem besonderem Maße schont und vielfältige positive Auswirkungen auf Natur, Klima und Umwelt halt, ist hier ein noch stärkeres Wachstum vonnöten. Die Nachhaltigkeitsstrategie für Deutschland sieht daher vor, bis zum Jahr 2030 mindestens 20 Prozent der Anbauflächen ökologisch zu bewirtschaften.

Quellen: Statistisches Bundesamt, Umweltbundesamt, Statista, Eurostat, Skopos, Mintel

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