Blumen selber trocknen

DIY Trockensträuße – Selber Blumen trocknen

in Lifestyle, Magazin von Jana

Sie sind eine schöne Möglichkeit, den Sommer einzufangen und die eigenen vier Wände auf nachhaltige Weise wohnlicher zu gestalten: Trockensträuße. Diese zeitlose Deko aus getrockneten Blumen verleiht jedem Raum eine durchdringende Wärme. Doch das Schöne an getrockneten Sträußen ist nicht nur, dass sie vielseitig einsetzbar sind und einen zeitlosen Chic besitzen – sie sind auch unglaublich einfach selber herzustellen! Wir zeigen dir, wie du ganz einfach selbst Blumen trocknen kannst!

Nachhaltig Dekorieren mit getrockneten Blumen

Trockene Blumen sind ein zeitloses und schönes Deko-Element, das zu jeder Jahreszeit und zu jedem Anlass in deine Wohnung passt. Wer sich für Nachhaltigkeit interessiert und auf plastikfreie Produkte achtet, wird sich ganz besonders mit Trockensträußen anfreunden können. Denn diese natürliche Deko verbraucht von Natur aus keine zusätzlichen Ressourcen und ist auch noch biologisch abbaubar. Wir zeigen dir heute, wie du ganz einfach selber Blumen trocknen und sie als dekorativen Eyecatcher in deiner Wohnung einsetzen kannst.

Welche Blumen eignen sich zum Trocknen?

Lavendel für Trockensträuße

Besonders nachhaltig gestaltet sich dein neues Deko-Element, wenn du als Ausgangsmaterial Blumen oder Sträuße verwendest, die du bereits Zuhause hast. Prinzipiell eignen sich sehr viele Blumen zum Trocknen. Am einfachsten und besten funktionieren Pflanzen und Blüten, die wenig Wasser brauchen. Darunter fallen beispielsweise Korbblütler wie Astern und Dahlien, aber auch Rosen, Hortensien und alle möglichen Wiesenblumen, genau so wie langstielige Gräser. Auch Kräuter eignen sich sehr gut für deinen getrockneten Blumenstrauß. Der zusätzliche Vorteil bei Kräutern wie Lavendel und Rosmarin ist der betörende Duft, den sie auch im getrockneten Zustand versprühen.

Hier eine Liste von Blumensorten, die sich gut trocknen lassen:

  • Astern
  • Disteln
  • Dahlien
  • Hortensien
  • Lavendel
  • Rosen
  • Hagebutten
  • Kornblume
  • Lupine
  • Schleierkraut
  • Lampionblume
  • Gräser

Weniger geeignet sind dagegen Pflanzen und Blumen, die viel Wasser tragen und dicke Blätter oder Blüten besitzen. Zu solchen durstigen Sorten gehören zum Beispiel Tulpen oder Lilien.

Blumen und Sträuße trocknen: So geht’s!

  1. Der richtige Zeitpunkt: Die vielen verschiedenen Blumensorten, die du für deine Trockensträuße verwenden kannst, entfalten ihre vollkommene Schönheit in vielen Fällen auch zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Für deinen Trockenstrauß ist der Zustand der Blüte sehr wichtig. Je weiter die Blüte geöffnet ist, desto kürzer wird sie in den meisten Fällen auch halten. Außerdem solltest du darauf achten, dass der Stiel und die Blätter nicht schon faulig sind.
  2. Die Vorbereitung: Wenn du deine Blumen im Garten oder auf der Wiese gesammelt hast, entferne eventuellen Schmutz und überschüssiges Blattwerk an den Stängeln. Achte hierbei darauf, dass du wirklich nur frische Blüten, Knospen und Blätter an deiner Blume lässt. Faulige Teile der Pflanze können sich später auf die Haltbarkeit deiner Trockenblumen auswirken. Ebenso verhält es sich natürlich, wenn du komplette Sträuße aus deiner Wohnung trocknen möchtest: Nimm die Blumen vorsichtig aus dem Wasser, trockne die Stiele ab und entferne etwaige faulige Stellen.
  3. Das Zusammenbinden: Nun kannst du für deinen Trockenstrauß deine ausgewählten Blumen, Kräuter und Gräser mit einem Stück Bast vorsichtig zusammenbinden. Achte darauf, dass das Band nicht zu fest ist. Sonst kann es passieren, dass die Stiele knicken oder die Feuchtigkeit an dieser Stelle nicht richtig entweichen kann.
  4. Das Trocknen: Wenn du deine Blumen zusammengebunden hast, kannst du sie nun trocknen lassen. Hänge dafür deinen Strauß kopfüber an einem trockenen, dunklen Ort auf. Nach einer Woche, spätestens nach einem Monat ist dein getrockneter Strauß fertig für den Einsatz in der Wohnung.

Tipps, damit deine Trockenblumen lange halten

So sehr viele frische Blumen das Sonnenlicht lieben: Für Trockensträuße bedeutet zu viel Sonne eine deutlich verkürzte Haltbarkeit. Sind deine Blumen der prallen Sonne ausgeliefert, zum Beispiel an einem Fenster oder in einem Wintergarten, verlieren Blüten und Blätter schnell an Farbe. Vermeide also direktes Sonnenlicht für deine Trockenblumen.

Auch im getrockneten Zustand wird deine natürliche Deko nicht vor dem Verfall verschont. Manche Pflanzen wie Gräser oder Hopfen neigen dazu, kleine Teile zu verlieren und beginnen im Laufe der Zeit zu “rieseln”. Um dem entgegenzuwirken und deine getrockneten Blumen noch länger haltbar zu machen, kannst du sie nach der Trockenphase noch mit einem Haarspray fixieren. Achte aber darauf, dass dein Haarspray geruchsneutral ist und umweltschonend produziert wurde.

Unser Tipp: Sollten deine Trockenblumen doch nach einiger Zeit ihre Farbe verlieren, ist dies noch kein Grund, sie wegzuschmeißen. Mit etwas Lack oder Sprühfarbe, zum Beispiel in Gold oder Bronze, kannst du deinem Deko-Strauß einen neuen Anstrich verpassen und ihn so noch länger nutzen! Aber Achtung: Entscheidest du dich für die zusätzliche Farbe, kannst du deinen Trockenstrauß anschließend nicht auf dem Kompost entsorgen.

Getrocknete Sträuße, Kränze und Gestecke

Blumen als Kranz trocknen

Natürlich sind deiner Kreativität beim Blumen Trocknen keinerlei Grenzen gesetzt! Getrocknete Gräser, Blumen und Kräuter sehen nämlich nicht nur als gebundener Strauß gut aus: Auch als Kranz, großes Gesteck oder dezente Tischdeko sind deine haltbar gemachten Pflanzen ein echter Hingucker. Denk immer daran, dass deine Blumen durch den Flüssigkeitsverlust auch an Umfang und Größe verlieren. Wenn du also zum Beispiel einen üppigen Kranz aus getrockneten Blumen machen möchtest, spare nicht an deinem natürlichen Material und verwende zum Binden viele Blüten, Gräser und Blätter, die du dicht an dicht zusammensteckst.

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