Wie du weniger Müll produzierst

in Lifestyle, Magazin von Tanja

Ein Meer voller Plastikmüll, Strände voller Einwegverpackungen und Felder voller Dosen: Die Welt hat ein massives Müllproblem. Laut der Weltbank beträgt das weltweite Müllaufkommen pro Jahr momentan 2,01 Billionen Tonnen. Bis 2050 wird vor dem Hintergrund einer wachsenden Weltbevölkerung ein 70-prozentiger Anstieg auf 3,4 Billionen Tonnen erwartet. Wenn wir diese Prognose abwenden wollen, stehen wir alle in der Verantwortung und müssen unsere Abfallmengen reduzieren. Der Umwelt zuliebe geben wir dir Tipps, wie du ab sofort weniger Abfall produzierst.

Wenn schon verpackt, dann bitte recyclebar

Dass du beim Einkaufen zur Müllvermeidung lieber Stofftaschen als Plastiktüten verwendest, ist dir wahrscheinlich selber klar. Etwa eine Billion Plastiktüten werden laut der Deutschen Umwelthilfe jedes Jahr benutzt – und nach der Entsorgung zu einer Belastung für die Umwelt. Nur wenige Tüten werden recycelt, wodurch der Zerfall bis zu 500 Jahre dauert. Ähnlich einfach ist es, beim Einkaufen Produkte mit möglichst wenig Verpackung zu bevorzugen. Süßigkeiten sind oft doppelt und dreifach verpackt, während frische Produkte wie Gemüse teils gänzlich ohne Verpackungen auskommen. Wer Getränke kauft, entscheidet sich am besten für Glas- statt Plastikflaschen, weil letztere in mehr als der Hälfte aller Fälle beliebig oft wieder eingeschmolzen werden. Auch Produkte wie Joghurt sind in Gläsern statt Bechern zu haben und so leichter zu recyceln.

Reparieren statt wegwerfen

Wenn du nachhaltiger leben möchtest, werfe grundsätzlich so wenig weg wie möglich. Zum einen trennst du im Alltag deinen Müll, um das Recycling zu erleichtern. Zugleich achtest du aber auch darauf, dass du nur absolut Unbrauchbares entsorgst. Was reparierbar ist, reparierst du. Das gilt ganz besonders für Elektrogeräte, die laut dem Umweltbundesamt in zunehmend kürzerem Abstand durch Neugeräte ersetzt werden. Viele Konsumenten lassen sich beispielsweise deutlich zu oft zur Neuanschaffung von Smartphones verleiten, obwohl die alten Geräte noch funktionieren. Was das Leben der Ware verlängern kann, setzt du umsichtig in die Tat um. So im Falle von Tablets und Handys mit entsprechenden Pflegemaßnahmen und Schutzhüllen, die deine Gadgets vor Beschädigungen bewahren. Sollten Handy und Co. doch irgendwann nicht mehr zu retten sein, gibst du sie an den dafür vorgesehenen Stellen ab. Zum Beispiel bei der Deutschen Umwelthilfe, wo sie sorgsam recycelt werden.

Gemeinsam ist besser

Schon mal von Collaborative Consumption, sogenanntem Kollektivkonsum, gehört? Die Idee: Niemand muss alles besitzen, wenn man die Dinge teilt. Ob es um Car-Sharing oder Rasenmäher geht: Auf Sharing-Plattformen findest du zahlreiche Angebote. Gemeinsamer Besitz ist effizienter und je weniger Menschen etwas anschaffen, desto weniger Müll entsteht auf lange Sicht. Ein ähnliches Prinzip verfolgst du, wenn du in Zukunft tauschst statt kaufst. Von Büchern bis hin zu Kleidungsstücken lässt sich so gut wie alles tauschen. Auch hierfür gibt es im Internet längst zahlreiche Plattformen.

Trends muss man teilen...