No Waste beim Einkaufen – 3 Tipps zur Vermeidung von Müll

LindaBlog18 Kommentare

Die Weltmeere sind voll mit Plastik, der Regenwald wird abgeholzt und der Pro-Kopf Verzehr von Fleisch in Deutschland und anderen Ländern viel zu hoch. Und noch immer kaufen wir fröhlich Produkte in Plastikverpackungen ein, essen 4–5 Mal in der Woche Fleisch und tun so, als würde uns das nichts angehen. Natürlich kannst du die Welt nicht von heute auf morgen alleine und durch ein verpackungsfreies Leben retten. Dafür spielen zu viele andere Faktoren mit. Aber auf deinen eigenen ökologischen Fußabdruck zu achten, ist ein Anfang. Wir haben hier 3 Tipps für dich, wie du unnötigen Müll schon beim Einkaufen vermeidest.

Wiederverwendbare Stoffbeutel statt Wegwerf-Plastikbeutel

Das Problem ist bekannt: Auf der Einkaufsliste stehen Äpfel, Tomaten, Pilze. Das soll natürlich nicht alles lose in der Einkaufstasche herumliegen. Deswegen packt man es noch im Laden in eine von den so praktisch bereitliegenden Plastikbeuteln, nur um alles eine halbe Stunde später wieder auszupacken. Demnach haben diese Beutel eine recht kurze Lebenszeit: Einpacken, nach hause, aufreißen und wegwerfen. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie danach im Meer landen und ein Delfin daran erstickt, ist relativ hoch. Das kannst du vermeiden! Viele verschiedene Supermarkt-Ketten haben seit einiger Zeit wiederverwendbare Stoffbeutel im Angebot. Diese gibt es meist im Pack von 4 oder 5 Stück zu kaufen und sind speziell für das Verpacken von Obst und Gemüse gedacht. Durch ihre Maschenstruktur sieht der Verkäufer die Ware und kann diese einfach über sein Band ziehen. Das ist sehr praktisch und vermeidet unnötigen Verpackungsmüll schon während des Einkaufens! Ab jetzt solltest du diese Beutel immer in deiner Tasche haben!

Vegane Milch-Alternativen einfach selbst machen

Für viele ist der morgendliche Kaffee mit Milch das bevorzugte Mittel, um in die Gänge zu kommen. So ein Cappuccino mit Milchschaum schmeckt ja auch richtig gut – und Milch ist an sich auch recht gesund. Leider aber nicht besonders gut für die Umwelt. Wenn du schon auf pflanzliche Alternativen umgestiegen bist, ist das schon einmal ein guter Schritt in Richtung Nachhaltigkeit beim Konsum. Aber leider verhindert das noch nicht das Müllproblem, wenn wöchentlich eins oder mehrere Tetrapacks in den Hausmüll wandern. Aber wusstest du, dass du vegane Milchalternativen aus Nüssen, Hafer oder Reis ganz leicht selbst herstellen kannst? Es spart nicht nur Müll, sondern auch sehr viel Geld. Das Mischverhältnis ist dabei ganz einfach: 100 Gramm Nüsse (oder Getreide) über Nacht in einem Liter Wasser einweichen, pürieren, abseihen, nach Belieben süßen: fertig. Wenn du es ganz eilig hast, kannst du auch einen großen Esslöffel (oder mehr) Nussmus mit einem Liter Wasser vermixen. Das geht noch viel schneller. Schmeckt sehr gut und je nach Sorte lässt sich die vegane „Milch“ sogar aufschäumen! Perfekt für deinen morgendlichen Cappuccino!

Ökologischen Badreiniger selbst herstellen

Putzmittel brauchen wir jeden Tag: Die Küche, das Bad, die Fenster wollen gesäubert werden. Auch beim Einkauf von Nachfüllbeuteln kannst du nur bedingt Müll vermeiden. Aber es gibt einen einfachen Weg, um auch hier den anfallenden Müll einzuschränken: Du kannst guten und effektiven Badreiniger ganz einfach selbst herstellen. Alles, was du dafür brauchst, sind: 20 Gramm Zitronensäurepulver aus der Apotheke oder dem Drogeriemarkt, einen großen Spritzer Spülmittel, 500 Milliliter Wasser und nach Belieben ein paar Tropfen Duftöl. Mische die Zutaten in einer wiederverwendbaren Sprühflasche zusammen und fertig ist der Badreiniger. Nach dem Aufsprühen auf die Armaturen lässt du ihn einfach 5–10 Minuten einwirken und spülst ihn ab. Der selbst hergestellte Badreiniger schont nicht nur deine Fliesen und Armaturen, sondern ist biologisch abbaubar und riecht gut.

Und wie vermeidest du Müll im Alltag? Hast du noch Tipps für uns?

Trends muss man teilen...

18 Kommentare bei “No Waste beim Einkaufen – 3 Tipps zur Vermeidung von Müll”

  1. Zum Glück gibt es in meiner Stadt gleich 3 Unverpacktläden, die machen das plastikarme Leben ein wenig leichter. Klar kann man auch viel selber herstellen um Müll zu vermeiden, aber die Zeit muss auch erst einmal da sein.

  2. In einer TR-Box gab’s ja mal ein Obst-/Gemüsenetz. Das hat mir so gut gefallen, dass ich mir weitere zugelegt habe und sie stets beim Einkauf nutze🛒👍

  3. Ich denke es gibt viele kleine Dinge an denen man ansetzen kann. Der thermo Becher beim Café um die Ecke statt einem wegwerfbecher, die eigene Box vlt sogar aus Glas beim Metzger mitbringen statt abgepackte Wurst und Käse kaufen… Kleine Schritte können schon etwas bewirken 😊 die Idee vegane Milch selbst herzustellen und auch die reiniger werde ich auf jeden Fall auch testen 😊

  4. Ich verwende beim Einkaufen auch solche Netze. Wenn doch mal ein Plastikbeutel gebraucht wird, wird er daheim auf jeden Fall nochmal verwendet. Das mit den selbsthergestellten Reinigern ist super und für die meisten Bereiche umsetzbar.

  5. Hoffile

    Wir nehmen nur Stoff beutel zum einkaufen direkt – gibt auch größere. Ich trinke viel Wasser. Bei H&M kommen auch Stoffbeutel mit. Nicht Lachen jetzt aber ich sortier noch müll richtig was viele nicht machen.

  6. Tpol

    Leitungswasser statt Plastikflaschenwasser trinken spart nicht nur Müll, sondern auch Geld :) Wir haben in Deutschland zum Glück Leitungswasser in einer sehr hohen Qualität, die übrigens häufiger kontrolliert wird als die vom verpackten Wasser…

      1. Tpol

        In sehr alten Gebäuden ja. Man kann aber die Wasserqualität kontrollieren lassen. Wenn man daran interessiert ist, denke ich, findet man eine Lösung.

    1. Das wissen leider sehr viele Leute nicht. Dabei ist das auch ein Punkt, wo man sehr leicht Müll und den Energieverbrauch drastisch reduzieren kann. Flaschenwasser muss erstmal umständlich zu uns transportiert werden. Teilweise kommt es sogar aus einem anderen Land oder sogar Kontinent mit schlechterer Wasserqualität als das Wasser direkt vor Ort. Selbst Sprudel lässt sich inzwischen leicht mit einem entsprechenden Gerät aus Leitungswasser herstellen.

  7. Spoonybaby

    Ich finde das Konzept der unverpackt Läden super, aber der nächste ist 50 Min. von uns entfernt, das geht leider so gar nicht. Ich warte noch darauf das sich die beiden größeren Städte in meiner unmittelbaren Nähe endlich dazu entschließen auch so einen Laden zu eröffnen.

  8. Bei uns gibt es einen „unverpackt“-Laden, aber leider ist er für mich im Alltag nur sehr umständlich zu erreichen. Das Konzept erinnert mich irgendwie an die guten alten Tante Emma Läden.

  9. Darauf sollte man nämlich auch achten, nicht überall versuchen Plastiktüten zu vermeiden und dann fleißig Abfalltüten aus Plastik kaufen. Damit ist auch nichts gewonnen…

  10. Das mit der Milch-Alternative werde ich auf jeden Fall ausprobieren. Sonst verwende ich auch wiederverwendbare Gemüse- und Obstbeutel. Falls ich doch mal ne Plastiktüte brauche verwende ich diese anschließend als Mülltüte.

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