Die unverpackte Wahrheit

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Jeden Tag verbrauchen wir Unmengen an Plastik. Unsere Kosmetika sind in Plastikbehälter gefüllt und unser Essen ist in Plastik verpackt. Ein so naher täglicher Kontakt mit Plastik schadet nicht nur der Umwelt, sondern auch unserer Gesundheit. Doch Optionen wie der Original Unverpackt Supermarkt erleichtern es uns, gegen das Ungleichgewicht vorzugehen.

Gesundheitliche Beeinflussung

Dass ein hoher Plastikverbrauch der Umwelt, den Meeren und den Tieren schadet, wissen wir bereits. Doch nur wenigen ist bewusst, dass diese Plastikverschmutzung auch direkte Auswirkungen auf unseren Körper hat. Zum einen gelangt das Plastik in Form von Mikroplastik in die Mägen der Fische, die dann wieder auf unserem eigenen Teller landen. Davon abgesehen kann uns Plastik auch auf unmittelbarem Wege schaden.

Wir trinken aus Plastikflaschen, putzen uns mit Plastikzahnbürsten und Zahnpasta aus der Plastiktube die Zähne und nuckeln am Plastikstrohhalm unseres Softdrinks.

Wissenschaftler haben bereits Partikel von Mikroplastik im menschlichen Körper nachweisen können. Wie es sich genau auf unseren Körper auswirkt, ist unklar, allerdings steht eins fest: Gesund ist das nicht. Am Ende bedeutet ein krankes, beschädigtes Ökosystem auch immer eine negative Auswirkung auf die Gesundheit des Menschen. Das Wohlbefinden des einen hängt damit immer mit dem des anderen zusammen.

Originial unverpackt

Gegen diese Problematik können wir mit kleinen Änderungen unserer Gewohnheiten vorgehen. Natürlich können wir nur dann große Veränderungen erzielen, wenn es sich um eine gemeinsame Bewegung vieler Menschen handelt. Allerdings müssen wir an einer Stelle anfangen und zwar an der, die wir beeinflussen können: Uns selbst.

Um solch umweltbewusste und nachhaltige Entscheidungen überhaupt erst zu ermöglichen, enstehen immer mehr Optionen wie Original Unverpackt. Dabei handelt es sich um einen der Supermärkte, in denen man die losen Produkte ganz ohne Verpackung kaufen kann. Der Laden in Berlin ist so eine Alternative zu den normalen Supermarktketten, die ihre Lebensmittel mengenweise verpacken. Dabei widmet er sich dem Zero-Waste-Lifestyle und bietet möglichst organische, natürliche und nachhaltige Produkte an.

So funktioniert’s

Wenn du in einen Laden ohne Verpackungen gehst, musst du vorbereitet sein und am besten ein paar Behälter mitbringen. Wenn du diese nicht parat hast, kannst du dir auch direkt im Laden welche kaufen oder ausleihen. Zuerst musst du sie wiegen, um das Eigengewicht der Behälter später von dem Gesamtgewicht der Ware abziehen zu können. Dann füllst du diese mit der gewünschten Menge der benötigten Produkte. Anschließend werden die nun vollen Behälter gewogen und der sich daraus ergebene Preis der Ware ermittelt.

In einem unverpackt Laden kannst du meistens alle möglichen Produkte kaufen, die du im Alltag so brauchst. Neben den Grundlebensmitteln wie Reis, Mehl, Milch und Gewürzen kannst du dir auch Kosmetikprodukte wie Shampoo, Duschgel und Weiteres in Flaschen abfüllen. Ähnlich funktioniert es auch mit Frischwaren wie Wurst und Käse. Diese kannst du dir ebenfalls in Frischedosen mitnehmen oder in Papier einwickeln.

Die Vorteile

Beim Einkauf in solchen unverpackt Läden achtest du nicht nur auf dein eigenes gesundes Verbaucherverhalten, sondern unterstützt auch die nachhaltige und natürliche Produktion von Lebensmitteln und anderen Produkten. Damit arbeitest du aktiv auf die verringerte Plastikproduktion und Herstellung anderer Verpackungsmaterialien hin. Dies tut der Umwelt gut und wirkt sich somit auch positiv auf dich und deinen Körper aus.

Wenn wir diesen Ansatz verbreiten und so immer mehr Leute mit immer weniger Plastikverpackungen auskommen, macht das auf lange Sicht einen großen Unterschied. Deswegen fangen wir bei uns an und arbeiten uns dann immer weiter voran, um gemeinsam unseren Planeten und im Folgeschluss unser eigenes Wohlbefinden zu sichern.

Was tust du, um deinen Plastikverbrauch zu verringern? Hast du schon mal einen unverpackt Laden besucht?

Trends muss man teilen...

9 Kommentare bei “Die unverpackte Wahrheit”

  1. Im Unverpackt-Laden war ich noch nicht, ist mir auch viel zu umständlich, leere Gläser durch die halbe Stadt zu schleppen und voll wieder zurück…da geh ich doch lieber in das Geschäft um die Ecke. Dort kann ich auch loses Obst etc kaufen (die Schale, die ich essen möchte, kann ich schließlich abwaschen vor Verzehr)

  2. Leider sind wir in einer Gesellschaft , wo Geiz geil ist , deswegen glaube ich nicht, dass die Leute sich jetzt umstellen und lieber treurer aber nachhaltig kaufen anstatt alles so günstig wie es gut und nicht so gut für unsere Erde

  3. kimpoldi

    Ich muss gestehen, dass ich „unverpackt“ jetzt gar nicht so bedenkenlos finde. Würde niemals am „Grabbelstand“ was kaufen (also z.B. loses Obst, welches ich mit Schale verzehren mag oder aus diesen Discounter Backwaren, wo jeder 2. schon mal seine Finger drin hatte) Sorry,,, aber ich liebe „Alternativ- zu-Plastik- Verpackungen“.

  4. Hobbit

    Unverpackt Läden … das war früher normal … Obst und Gemüse holte man in Netzen, Brot gabs so oder aber in die Papiertüte, meine Mom schickte mich mit einem Einmachglas zum Gemüsehändler, da rein gabs dann die Portion Sauerkraut frisch vom Fass. Auch Eiscreme wurde von uns mit einer Eisisolier-Schüssel/gefäß vom Stand geholt. Papier, Altglas wurde gesammelt und zum Altstoffhändler gebracht, da gabs gutes Geld für und haben so unser Taschengeld aufgebessert. Das ist alles schon mal da gewesen. Umso trauriger, dass es jetzt neu mühsam integriert werden muss. Hier auf dem Lande werden wir nie unverpackt-Läden sehen oder nachhaltige Produkte kaufen können. Die Leute interessierts nicht, die Nachfrage ist nicht da, es ist zu teuer. Es wird wohl eine Utopie bleiben.

  5. Unverpacktladen am Bodensee wäre ein Traum. Ich versuche schon selbst drauf zu achten. Kaufe mit Säckchen auf dem Markt…

  6. Ich würde mir darum auch wünschen, dass meine Trendraider-Box mehr Produkte enthält, die auf Plastik verzichten, bzw. Behältnisse verwenden, die man im besten Falle – ähnlich einem Pfandsystem – zurückgeben kann.
    Ich bin gespannt, was die Zukunft noch an Alternativen mit sich bringt.

    1. Lieber TrendEntdecker,
      Wir sind stets auf der Suche nach neuen Ideen und Alternativen, um unsere TrendBox nachhaltiger und umweltfreundlicher zu machen. Wir sind deshalb sehr dankbar über dein Feedback und halten euch über Veränderungen auf dem Laufenden.
      Isabell von TrendRaider

  7. Kathi

    ich fände es super wenn hier in der Nähe ein Unverpackt-Laden wäre. Ich habe aber keine große Hoffnung dass dies bald passiert :-(
    Und die nächste größere Stadt ist 45 km entfernt, selbst wenn dort einer wäre ist es sicherlich keine Option zum einkaufen dort hin zu fahren …

  8. Bisher habe ich noch keinen Unverpackt-Laden besucht. Ich warte darauf, dass in der nächstgrößeren Stadt ein Geschäft eröffnet. Dann schnappe ich mir diverse Behälter von zu Hause und „erkunde“ das dortige Sortiment.
    Mal sehen, wie lange es noch dauert…

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