Nachhaltigkeit Tipps mit Hund

Nachhaltig leben mit Hund – Unser Eco-Guide für Vierbeiner

in Magazin von Jana5 Kommentare

Ein umweltbewusster Lebensstil gehört für viele schon zum täglichen Leben dazu: Wir verwenden weniger Plastik, kaufen regional, kleiden uns in Secondhand-Mode und bringen öfter frisches Bio-Gemüse auf den Tisch. Nahezu in allen Bereichen des Alltags lassen sich grüne Updates vornehmen – warum denn nicht auch in Sachen Haustier ein bisschen nachhaltiger denken? Auch für unsere liebsten Vierbeiner gibt es zahlreiche Tipps und Tricks, um das gemeinsame Leben im Sinne der Natur und der Umwelt zu optimieren. Wir wollen dir ein paar nützliche Ideen mit auf den Weg geben, wie du dein Leben mit Hund nachhaltig gestalten kannst.

Nachhaltige Ideen für Hunde – Einfach vom Menschen abgucken

Nahrhaftes Essen aus ökologischer Landwirtschaft, plastikfreie Produkte, natürliche Pflege und Upcycling, was das Zeug hält: Für ein nachhaltiges Leben mit Hund musst du das Rad nicht neu erfinden, sondern kannst genau da weitermachen, wo deine persönliche umweltbewusste Lebensweise aufhört. Das Schwierigste ist dabei lediglich, den Anfang zu machen und Tipps und Produkte zu recherchieren, die die vielen tierischen Umweltsünden leicht und ohne großen Aufwand ersetzen können. Natürlich solltest du hier nicht auf Teufel komm raus den Futternapf aus Plastik und die Kunststoff-Leine wegschmeißen, um sie gegen nachhaltige Alternativen für deinen Hund zu ersetzen. Solange dein Hunde-Zubehör noch intakt ist, kannst und solltest du es natürlich auch weiterverwenden. Eine andere Möglichkeit, um hier wertvolle Ressourcen zu sparen, ist die Verwendung von Secondhand-Produkten oder gebrauchten Sachen aus dem Freundeskreis sinnvoll. Denn das beste und nachhaltigste Hunde-Produkt ist immer noch das, was gar nicht erst gekauft wird.

Tipp 1: Nachhaltiges Hundefutter

Minderwertiges und/oder ein geringer Anteil an Fleisch, ungesunde und synthetisch hergestellte Zusätze wie künstliche Aromen, Farbstoffe oder Konservierungsstoffe… Ein Blick auf die Zutatenliste vieler Hundefutter-Dosen schockiert mehr als so mancher Horrorfilm. Hier lohnt sich der Blick auf die Nachhaltigkeit nicht nur für das Wohl unserer Umwelt, sondern vor allem auch für das Wohl unserer vierbeinigen Freunde. Mittlerweile gibt es viele Anbieter auf dem Markt, die natürliches Hundefutter ohne chemische Zusätze oder andere gruselige Zutaten anbieten. Hier kannst du zum Beispiel auf Bio-Siegel achten oder du greifst gleich zu einer sehr nachhaltigen Hundefutter-Variante – nämlich zu Hundefutter mit nachhaltigeren Proteinquellen wie zum Beispiel Insekten. Denn dein Hundefutter ist umso umweltschonender, je weniger Ressourcen in Form von Wasser, Landfläche oder CO2 bei der Herstellung verbraucht werden. Im Vergleich zu Rindern oder Schweinen verbrauchen Insekten nur einen Bruchteil dieser wertvollen Ressourcen: Für ein Kilogramm Protein werden bei der Fleischproduktion 175kg CO2, 192kg Getreide und 350m2 Fläche benötigt. Für ein Kilogramm Insektenprotein werden dagegen nur 10kg CO2, 9kg Getreide und 15m2 Fläche verwendet.

nachhaltig leben mit Hund

Doch beim nachhaltigen Hundefutter kommt es nicht nur auf den gesunden Inhalt an, sondern eben auch auf die Verpackung. Unzählige weggeworfene Aluminiumdosen landen dabei jährlich in unserem Müll – und das allein bei nur einem Haustier. Das Angebot an Less Waste- oder gar No Waste-Verpackung ist vor allem in konventionellen Supermärkten überschaubar bis gar nicht vorhanden. Doch trotzdem haben Hundebesitzer auch hier die Möglichkeit, kiloweise Verpackungsmüll einzusparen. Du kannst zum Beispiel große Packungen mit Trockenfutter bestellen, bei der Wahl der Dosen auf recycelte Materielaien achten oder einfach auch mal selber kochen! Dein Hund freut sich sicherlich über eine (natürlich ungewürzte) Gemüsepfanne mit Reis, die frisch zubereitet ist und ihn dabei mit wichtigen Nährstoffen versorgt. Frag doch auch beim dem Metzger deines Vertrauens nach übrig geblieben Verschnitten oder Knochen und lass sie dir plastikfrei einpacken.

Tipp 2: Hunde-Zubehör aus natürlichen Materialen

Hundeleinen, Kotbeutel und Körbchen: Das Leben mit Hund bedarf besonders am Anfang die Anschaffung einiger typischer Hunde-Basics. Hier kannst du natürlich zum einen auf bereits gebrauchte Produkte zurückgreifen oder eben beim Neukauf auf die umweltschonende Herstellung und/oder natürliche Materialien achten. Verzichte am besten, wo es geht, auf Kunststoffe und Plastik und setze auf altbewährte Materialien wie Leinen, Filz oder Wolle. Kotbeutel müssen ebenfalls nicht aus Plastik sein: Hier kannst du auf Papiertüten aus recyceltem Material setzen oder gar zu Kotbeuteln greifen, die vollständig kompostierbar sind.

Tipp 3: Plastikfreies Spielzeug für deinen Vierbeiner

Wo es geht, versuchen wir bei Essen, Kleidung und anderen alltäglichen Produkten auf Plastik zu verzichten, um die Umwelt zu schonen und uns nicht den gesundheitsschädlichen Mikroplastik-Teilchen auszusetzen. Wieso sollte das also bei unserem Hund anders sein? Gerade Hundespielzeug ist oftmals einer harten Belastungsprobe ausgesetzt, wenn unsere Vierbeiner energisch darauf herum kauen und daran zerren. Nicht selten hält das Plastikspielzeug den Kräften des Kiefers nicht stand und büßt hier und da ein paar kleine Teile ein, die dann im schlimmstem Fall im Magen der Hunde landen. Ein ähnliches Problem besteht natürlich mit Produkten, die unter anderem Weichmacher enthalten und die dann ebenfalls durch den Speichel aufgenommen werden. Die Lösung sind hier plastikfreie Hundespielzeuge, die zum Beispiel aus Naturkautschuk oder Wollfilz bestehen.

Auch beim Hundespielzeug gilt übrigens: wiederverwenden ist besser als neu kaufen! Deine alte Jeans ist durch das Spielen mit deinem Vierbeiner eh total durchlöchert und bereit für die Mülltonne? Ein bisschen Geschnibbel hier und ein paar Knoten da und schon hast du ein neues, nachhaltiges Spielzeug für deinen Hund. Für deinen vierbeinigen Freund ist die Optik zum Glück auch nicht so wichtig.

Tipp 4: Unterwegs mit Hund – Spazieren, Laufen, Fahrrad fahren

Ein nicht zu vernachlässigender Nebeneffekt für dein Wohlbefinden ist das Leben an der frischen Luft, das du mit deinem liebsten Vierbeiner genießt. Gassi gehen gehört dabei natürlich zum Standard-Program für Mensch und Tier, das nicht nur notwendig, sondern für beide auch sehr erholsam ist. Gerade im Frühling, Sommer und Herbst kannst du diese Zeit unter freiem Himmel sogar noch ein bisschen ausbauen und deine Trainingseinheiten, Arbeitswege oder kleine Erledigungen mit deinem Hund erledigen. Lass das Auto stehen und nutze die Gelegenheit für mehr Bewegung – ob nun zu Fuß oder mit dem Fahrrad.

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Kommentare

  1. Spoonybaby

    Ist manchmal schwierig umzusetzen. Mein Trockenfutter für den Hund ist hochwertig wird aber in 3x5kg Säcken geliefert, und ich mache keine Experimente mit anderem Futter, welches vielleicht anders verpackt ist, da ich mit dem bisherigen sehr zufrieden bin.
    Das mit den kompostierbaren Kotbeuteln ist auch so eine Sache, die brauchen ewig bis sie „weg“ sind und Papierbeutel nee nicht mit mir :-(((
    Ich kaufe aber Kausnacks im Barfladen und da sind die wenigstens schon mal ohne Verpackung.
    Leinen habe ich schon ewig da aus Leder, und ich kaufe nicht ständig neues Equipment für den Hund, Spielzeug wird eh nur kaputt gemacht, da spar ich mir das ;-))

    1. kimpoldi

      Offenes Futter kaufe ich nie. Auch nicht für meine Chins und Wellis… zu viele schlechte Erfahrungen gehört/ gelesen. Hundespielis halten bei und ewig…

  2. kimpoldi

    Auch wenn wir unsere Hunde4 nicht vegan ernähren möchten, steht bei uns Insektenfutter und Bio hoch im Kurs. Alle leiben Karotten pur als Snack und Hundekekse backe ich auch mal vegetarisch;)

  3. Das ist der Grund, warum wir uns keinen Hund halten. Bei Wind und Wetter Gassi gehn, nope 😅

    1. kimpoldi

      Aber DAS ist ja genau das Beste daran. Man MUSS IMMER raus. Zu 99% geht es einem danach besser :))))

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