Glück und Unglück hier und in Asien

in Lifestyle, Magazin von Alissa

Aberglauben sind sowohl bei uns als auch im fernen Osten tief in der Kultur verankert und in der Gesellschaft weit verbreitet. Ihr Ursprung liegt meist weit in der Vergangenheit, die Glaubenssätze werden über Generationen hinweg weitergetragen und haben auch heute im 21. Jahrhundert noch trotz Aufgeklärtheit eine große Bedeutung.

Seien es Rituale, wie dreimal auf Holz zu klopfen, gewisse Talismane oder Glückszahlen, der Glaube, dass gewisse Handlungen oder Dinge das Schicksal beeinflussen können – diese bestehen in Asien genauso wie bei uns, wenn auch mit völlig anderen Ausprägungen. Wir haben uns die Unterschiede in Sachen Glück und Unglück in Asien und bei uns einmal angesehen.

Rituale

Verschüttetes Salz heißt Gutes, ein zerbrochener Spiegel Unglück und unter einer Leiter hindurchgehen, macht in Deutschland kaum einer gerne. Einer Umfrage von Statista zufolge glauben über 40 Prozent der Befragten daran, ihr Schicksal durch bestimmte Handlungen beeinflussen zu können. Um potenzielles Unheil abzuwenden, klopft man in Deutschland dreimal auf Holz. Dies soll aus der Seefahrt kommen, wo Seefahrer durch Klopfen auf den Mast überprüften, ob dieser noch in gutem Zustand ist.

In Asien gelten völlig andere Rituale. Eine saubere Rasur ist hier von hoher Wichtigkeit, ist ein Mann nicht rasiert, verheißt dies seiner Familie Unglück. Wer während des chinesischen Neujahrsfests putzt, könnte Glück einfach wegfegen, zudem dürfen die Essstäbchen niemals in den Reis gesteckt werden, da dies an die Räucherstäbchen zur Beerdigung erinnert und Tod verheißt. Zudem gilt in Asien ein ganz besonderer Stil, in dem die Wohnung eingerichtet wird. Entsprechend der Regeln des „Feng Shui“ werden Möbel auf eine bestimmte Art aufgestellt, um den Energiefluss der Umgebung zu begünstigen. Wohlbemerkt wird dieser Trend auch in Deutschland immer beliebter.

Glückszahlen

Schon seit jeher verbinden die Menschen mit gewissen Zahlen Gutes und mit anderen Zahlen Schlechtes. Sowohl kulturelle Annahmen als auch der Aberglaube spielen bei der Entwicklung von Glücks- und Pechzahlen eine wichtige Rolle. Mythen und Geschichten, die sich um bestimmte Zahlen drehen, werden in den verschiedensten Kulturen über Generationen hinweg weitergetragen, sodass man bereits früh mit gewissen Lieblingszahlen aufwächst. In Deutschland ist aus verschiedenen Quellen die Zahl 13 als Unglückszahl hervorgegangen, schon in der christlichen Mythologie und in Märchen galt sie als pechbringend.

Andere Gründe für Glücks- und Unglückszahlen findet man in der asiatischen Kultur, denn wie man an der Übersicht von Betway zu den Glückszahlen ablesen kann, gelten in China Zahlen aufgrund ihrer Aussprache als gut oder schlecht. So klingt im Chinesischen das Wort für „Vier“ ähnlich wie „Tod“, sodass viele dieser Zahl Misstrauen schenken. Dies geht sogar so weit, dass Gebäude häufig kein Stockwerk mit einer vier haben. Als oberste Glückszahl gilt in China die Acht, denn das Wort für „Acht“ klingt ähnlich wie „Glück“. Wie der Tagesspiegel berichtete, wurden die Olympischen Spiele aus diesem Grund am 08.08.2008 um 08:08 Uhr in Peking begonnen. Während die Zahl sechs hierzulande als Unglückszahl und Zahl des Teufels bekannt ist, gilt sie in der östlichen Kultur aufgrund eines ähnlichen Klangs wie „aussichtsreich“ als Glückszahl.

Talismane

Die Meisten von uns haben sich bereits einen Talisman, bzw. einen Glücksbringer mit in die Prüfung oder zu einem wichtigen Termin genommen, der gutes Gelingen bewirken sollte. Während einige ein bestimmtes Armband oder eine Kette tragen, die Glück bringen soll, haben andere ein Kuscheltier in Form eines Schweinchens oder ein vierblättriges Kleeblatt in der Tasche. „Schwein gehabt“ ist im Deutschen ein bekannter Spruch, um auszudrücken, dass man ganz schön Glück hatte. Der Hintergrund soll hier wie das Goethe Institut erklärt im Mittelalter liegen, denn in dieser Zeit viele Schweine zu besitzen, sprach für Wohlstand.

Auch in der asiatischen Kultur kommt Talismanen und Glücksbringern eine enorme Bedeutung zu. Sie bringen in der Regel nicht nur generelles Glück, sondern haben auch einen gewissen Zweck. So sollen Figuren von wilden Tieren in der Nacht vor Bösem schützen, der Malabar-Kastanienbaum soll Reichtum bringen, Bambus dagegen soll ein langes Leben und Stärke verheißen, immerhin ist es ein besonders beständiges und nachhaltiges Material. Die winkende Glückskatze „Maneki-neko“ hat ihren Ursprung in Japan und wird in ganz Asien als glückbringend angesehen.

Zwar gibt es keine Beweise, dass der Glaube an Glückszahlen, Talismane und Co. tatsächlich einen positiven Effekt auf unser Leben hat, dennoch kann man behaupten, dass derartige Aberglauben unser Selbstbewusstsein stärken und unsere Ansicht häufig positiv beeinflussen. Dies gilt bei uns genauso wie im fernen Osten, wenn auch die Auslegungen und Verhaltensweisen kaum unterschiedlicher sein könnten. Woran glaubst du?

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