Regenwald

Alltagstipps zur Rettung der Regenwälder

in Magazin von Trang13 Kommentare

Regenwälder gelten als die artenreichsten Lebensräume unserer Erde und zeichnen sich durch eine hohe Feuchtigkeit und ihre ganzjährige Grünzeit aus. Das Besondere an ihnen: Sie nehmen erstaunliche Mengen an den weltweit erzeugten CO₂ Emissionen auf und speichern diese in ihrer Biomasse. Damit ist die Erhaltung des faszinierenden Ökosystems essenziell im Kampf gegen den Klimawandel. Abgesehen davon sind tropische Regenwälder die Heimat zahlreicher indigener Völker, die dort in respektvollem Umgang mit der Natur leben. Leider ist die Existenz des außergewöhnlichen Biotops unter anderem durch den hohen Konsum der westlichen Bevölkerung stark gefährdet. Du möchtest gerne etwas dagegen unternehmen, weißt aber nicht wie? Wir haben ein paar Tipps für dich gesammelt, wie du mit kleinen, alltäglichen Entscheidungen, zur Rettung des Regenwaldes beitragen kannst. 

Meide Produkte, die Palmöl enthalten

Ganz klar, die Nummer eins auf dieser Liste ist der Verzicht auf Palmöl. Denn für die Ölpalmen-Plantagen werden große Regenwaldflächen gerodet, wodurch das gespeicherte Kohlendioxid freigesetzt und bedrohten Tierarten ihr Lebensraum genommen wird. Laut Greenpeace verbraucht allein Deutschland jährlich rund 1,3 Millionen Tonnen Palmöl und stellt damit eine große Belastung für die wertvollen Biotope dar. Deshalb raten wir dir: Lese dir die Inhaltsstoffe eines Produkts immer genau durch. Das umstrittene Öl versteckt sich in Essen, Kosmetika, in Putzmitteln und sogar im Autotank.

Greife zu FSC zertifiziertem oder recyceltem Papier

Tropenholz wird oft zu Taschentüchern oder Toilettenpapier verarbeitet, daher empfiehlt es sich, stattdessen recyceltes oder holzfreies Toilettenpapier, beispielsweise aus Bambus von Pandoo zu verwenden. Ansonsten ist auch die FSC Zertifizierung ein Hinweis auf nachhaltige Forstwirtschaft. Produkte, die das patentierte Siegel tragen, sind ebenfalls unbedenklich. 

Kaufe Gegenstände aus heimischem Holz

Auch für Möbel, Grillkohle, Musikinstrumente oder Essbrettchen wird Tropenholz verwendet. Achte beim Kauf solcher Gegenstände daher darauf, dass sie nicht aus Teak, Mahagoni, Abachi, Meranti, Kambala oder ähnlichem bestehen. Leider ist das auf den ersten Blick gerade bei kleineren Artikeln oft nicht direkt erkennbar. Wenn du dir unsicher bist, frage einfach den Verkäufer oder die Verkäuferin. 

Trinke Wasser aus der Leitung statt aus der Plastikflasche

Generell gilt es, so wenig Plastik zu verwenden wie möglich. Denn das preiswerte Material ist nicht nur viel zu langlebig und eine allgemeine Gefahr für die Umwelt, sondern wird darüberhinaus auch noch aus Erdöl hergestellt. Zahlreiche unterirdische Erdölvorkommen befinden sich in tropischen Regenwäldern. Um an das „schwarze Gold“ zu gelangen, müssen große Flächen des Biotops für Bagger und Co weichen. Ein einfacher Weg, Plastik einzusparen, ist Leitungswasser zu trinken, anstatt Wasserflaschen aus Plastik zu kaufen. Ohnehin unterliegt Leitungswasser in Europa strengen Kontrollen und ist demnach nicht nur günstiger und frischer, sondern auch gesünder als in Plastik abgepacktes Mineralwasser, das oft nachweislich chemische sowie hormonähnliche Substanzen enthält. 

Iss weniger Fleisch

Soja wird oft als Grund für die Zerstörung des Regenwaldes verteufelt. Der großflächige Anbau und die damit verbundenen Waldrodungen ist aber vor allem auf die Viehwirtschaft zurückzuführen. Rund 80 Prozent der weltweiten Sojaernte wird als Futter in der Tiermast eingesetzt. Das Soja für Tofu, Milch- und Fleischalternativen hingegen, stammt hauptsächlich aus Europa, teilweise aus China oder aus Kanada. Sogar in Deutschland gibt es Anbau-Gebiete für die proteinreichen Bohnen. Die hiesigen Flächen reichen aber nicht aus, um den Bedarf für die Tierhaltung abzudecken. Die Herstellung pflanzlicher Produkte erfordert deutlich kleinere Mengen an Soja im Vergleich zur Fütterung der Masttiere.

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Kommentare

  1. Jeder sollte einen kleinen Teil dazu beitragen, auch wenn ich nicht alles umsetze, ist es doch wichtig, sich zuerst einmal bewusst zu sein, was alles noch möglich wäre und das jeder kleine Schritt wichtig ist.

    1. Man sollte nicht in schnellen Aktionismus verfallen bei Dingen, die man dann womöglich nicht auf Dauer durchhalten kann.
      Wie Tanber schon meinte, ist das Bewusst machen (und analysieren) der persönlichen Umstände die Vorraussetzung, um dann Schritt für Schritt nachhaltige Veränderungen anzugehen.

  2. M&M

    Wasser aus der Leitung trinke ich schon seit Jahren. Aber es ist auf alle Fälle ein wichtiges Thema was man immer wieder in den Fokus nehmen sollte

    1. Das stimmt! Hier in Deutschland ist die Qualität des Leitungswassers eigentlich so gut, dass es mir fast unbegreiflich ist wieso es so viele Sorten zum Kaufen gibt! Vor allem wenn sie auch noch aus dem Ausland geliefert werden…

      1. Chessy

        Ja genau, das verstehe ich auch nicht. Wir sollten froh sein, so gutes Wasser zu haben.

  3. Knapper Überblick zu einem wichtigen Thema. Fand auch den Link zum früheren Artikel mit dem Beispiel von Dr. Bronner’s sehr interessant. Da man zum Thema Palmöl eigentlich fast nur negative Meldungen kennt ist es schön auch mal einen positiven Ansatz zu sehen.

    1. M&M

      Lieber ein kurzer Überblick als gar keiner :D das Thema musste eigentlich viel öfter present gemacht werde

      1. Wir alle können einen kleinen Teil dazu beitragen..also dann mal los. Wieso noch wasser zb aus der Flasche kaufen? weniger Fleisch essen..auf soja u Palmöl verzichten.. gucken auf die plasteverpackungen..uvm

  4. Spoonybaby

    Ja das mit dem Palmöl ist echt übel, unglaublich wo das alles drin ist, ich bemühe mich da immer aber ist nicht leicht…..

    1. M&M

      Ja das stimmt mit dem palmenöl aber immer wieder überraschend das es in so vielen Sachen steckt

      1. Mary Oh

        Es sind ziemlich gute Tipps dabei, die FSC Zertifizierung ist mir neu. Werde versuchen hier die Augen offener zu halten. Das Palmöl macht mir auch sehr zu schaffen… Mittlerweile versuche ich zumindest auf Bio Palmöl umzusteigen und hoffe dass dieses zumindest besser ist. Beim Thema Fleisch habe ich bereits vor 4 Jahren mit der Umstellung angefangen und es kommt immer was neues dazu. Von eingefleischten Fleischesserin zur immer mehr pflanzlich basierten Esserin. Was mich kürzlich auch entsetzt hat: oft sind Plastiktrinkflaschen nicht bpa frei… Oder Trinkflaschen für Kinder. Danke für diesen Blogbeitrag.

    2. Chessy

      Stimmt, das ist beim Einkaufen doch oft eine Wissenschaft, ich hätte früher nie gedacht, dass Palmöl so weitverzweigt verwendet wird.

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