Was du gegen Kleiderverschwendung tun kannst

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Gerade im Zeitalter von Fast-Fashion, in der Marken jede Woche ihre Kollektion ändern und super billige Preise anbieten, fangen viele Bloggern an, sich darüber zu ärgern bzw. sich bewusst zu werden, dass sie zu viel Kleidung zugeschickt bekommen.

Jeder besitzt Klamotten, die er nie trägt

Auch wenn man kein Blogger ist, trägt man nicht alle seine Klamotten. Jeder Deutsche kauft im Durchschnitt zwischen 40 und 70 Kleidungsstücke pro Jahr und trägt dabei einen Großteil seiner Klamotten nicht, laut Greenpeace. Die Baumwolle wird jedoch immer knapper in den nächsten Jahren. Daher findest du hier ein paar Tipps, was du gegen die Verschwendung von Klamotten tun kannst. 

So trägst du deine Klamotten länger

Reparieren statt wegwerfen: Es ist vielen lieber, neue Klamotten zu kaufen, als das Kaputte reparieren zu lassen. Wenn du aber nähen kannst, kannst du mit ein paar Stichen, deiner Kleidung zu neuem Leben verhelfen. Sonst hilft dir gerne der nächste Schneider oder eine/r in deinem Bekanntenkreis.

Keine reine Saisonware kaufen: Viele Teile kannst du sowohl im Sommer als auch im Winter tragen: Jeanshosen zum Beispiel. Bevorzuge dunklere Jeanshosen, die für beide Jahreszeiten angeeignet sind. 

Richtig waschen: Deine Klamotten kannst du bei einer komplett gefüllten Waschtrommel mit niedrigen Temperaturen waschen: 30 Grad sind vollkommen ausreichend, um alltägliche Klamotten zu waschen. Dazu kannst du deine Wäsche an der frischen Luft und nicht im Trockner trocknen. Das ist es umweltfreundlicher und deine Klamotten werden nicht vom Trockner beschädigt. 

So kaufst du die richtigen Teile

Frage dich beim Shoppen, ob du das ausgesuchte Teil wirklich brauchst. Wenn du ein weißes T-Shirt kaufen möchtest, überlege, ob du schon eins hast. Wenn ja, brauchst du kein weiteres. Du kannst auch drei Tage warten bevor du es kaufst, um zu sehen, ob du immer an das Teil denkst. Wenn nicht, dann brauchst du es ebenfalls nicht. 

Gebraucht statt neu kaufen: Kaufe Klamotten auf Flohmärkten oder in Secondhand Läden. In Großstädten, wie Berlin, hast du damit auch eine große Auswahl. Außerdem kaufst du so günstig einzigartige Teile. Natürlich kannst du auf Flohmärkten und bei Secondhand Läden deine alten Teile auch verkaufen oder spenden.

Wenn neu, dann zertifizierte Produkte: Ökologisch hergestellte Klamotten aus Biobaumwolle und fairem Handel kannst du den billigen Massenwaren bevorzugen. So tust du beim Shoppen auch noch etwas für dein Karma.

Es gibt auch einige Labels, wie H&M, die deine alte Teile recyceln können und dir dafür Rabatte für neue Klamotten anbieten, hast du so etwas schon ausprobiert?

Trends muss man teilen...

28 Kommentare bei “Was du gegen Kleiderverschwendung tun kannst”

  1. Spoonybaby

    Habe meinen Kleidungskauf auch komplett geändert.
    Bestelle zwar immer noch aber dann nachhaltige, faire und vegane Kleidung.
    Ich überlege vorher genau ob ich es brauche und ob es zeitlos ist.
    Fast Fashion ist nix mehr für mich und Dinge kaufen nur weil sie im Angebot sind auch nicht.
    Die Teile sind dann zwar manchmal teurer aber dafür kaufe ich nicht so oft was.
    Die aussortierten Teile habe ich teilweise verkauft und den Rest der Tafel gespendet.

  2. Hobbit

    @die letzte Amazone, ich kann dich verstehen, das nervigste finde ich immer das anprobieren … an aus an aus, wieder was in die Kabine holen … und am ende passt es nicht 😂😂 muss gestehn, dass ich mir Kleidung auch viel im Internet bestelle. Hier auf dem Land ist die Auswahl echt bescheiden, von nachhaltigen Kleidungsstücken sowieso keine Spur. Da hat man dann oft nur die Wahl des onlineshoppings, aber zuhause anprobieren ist dafür viel schöner 😊😊😊

    1. kimpoldi

      Ich habe auch jahrelang bestellt. Mir wurde das mit den Kartons und den Rücksendungen aber irgendwann zu doof. Jetzt kaufe ich wieder eher im Laden- seltener … das ist auch gut so :)

    2. Wir haben in den Geschäften zum Glück eine relativ gute Auswahl. Kinderkleidung online kaufen klappt ganz gut ohne zurückschicken, aber bei Erwachsenen finde ich es sehr schwierig,

  3. Ich finde es gut, dass man seine Kleidung nun bei Händlern gegen Gutscheine abgeben kann. Ist für mich aber nur eine schnelle Lösung.
    Ich tausche und verkaufe meine Kleidung auf Kleiderkorb – vieles gebe ich auch an unsere Tafel, unsere Obdachlosenhilfe oder ans Friedensdorf – je nach Bedarf der Einrichtung.
    Kleidung kaufen ist für mich immer eine Tortur, ich mache das nicht gern, wenn ich etwas finde, dass mir gefällt und passt, dann kaufe ich es direkt mehrfach und hab erst mal Ruhe, in der Beziehung bin ich eine untypische Frau. :)
    Naturfasern stehen bei mir an erster Stelle, schon allein wegen des Tragkomforts und der Langlebigkeit.
    Ich hoffe ich finde bald ein wenig Zeit um mir auch einige ausgefallene Teile selber zu nähen.

  4. Schön zu hören, dass ja schon 2 Unternehmen bei dieser „Rücknahme-Aktion“ mitmachen. Vielleicht kommen zukünftig noch mehr dazu; womöglich machen ja auch mal Ökomode-Versandhändler (wie Deerberg oder Waschbär) mit.👍👍

  5. Das mit der Aktion vom Otto Versand wusste ich gar nicht. Hört sich gut an.
    Ich bestelle dort hin und wieder gerne was von Armedangels oder People Tree :)
    Ich hab im allgemeinen nicht so viel Kleidung im Schrank, da ich regelmäßig ausmiste und aufräume, und auch nicht so viel kaufe. Wenn, dann kaufe ich mir fair fashion meistens im
    Schlussverkauf ;)

  6. Hobbit

    Der Otto Versand hat auch eine ähnliche Aktion. Man packt die Sachen in Karton und druckt sich einen kostenlosen Paketschein auf der Otto Homepage aus. Dann bekommt man dafür einen Gutschein und kann den bei den nächsten Bestellungen verwenden. Die gesammelten Sachen werden auch dem guten Zweck dienlich gemacht.

    1. kimpoldi

      Das kannte ich nicht; klingt sehr interessant. Gibt es da auch wie bei H*M pro Pack einen Standard- Rabatt oder so richtig pro Teil und Zustand? Das wäre noch wichtig zu wissen…

    2. Hobbit

      ich muss mich korrigieren, der Otto Versand bietet zwar weiterhin diese oben genannte Aktion an, jedoch gibt es dafür keinen Gutschein für die nächste Bestellung, das war mal eine Aktion zu Weihnachten.
      Dafür kriegt man aber einen Code per mail zugesandt und kann selbst bestimmen, welche Einrichtung die eingeschickten Sachen für einen guten Zweck erhalten soll.
      Alles in allem trotzdem eine gute Sache, da man quasi nur einen Karton braucht, um die Kleidung dort hineinzutun. Versandaufkleber wird von Otto gestellt und rein theoretisch kann man auch den gepackten und gelabelten Karton von zuhause abholen lassen, wenn es über den Hermes Versand geht.
      Möglicherweise gibt es aber die Gutschein-gegen-Kleidung-Aktion ja noch mal öfter zu ausgewählten Zeitpunkten. Die zur Auswahl stehenden Einrichtungen, an die die Spende gehen soll, sind alle aufgelistet und kann man zuvor sich informieren, wenn man mag.

  7. Es ist so schön neue Sachen zu haben und soooo schwer sich von alten Sachen zu trennen. Ich finde diesen Tipp gut : behalte nur, was dich wirklich glücklich macht! ( Kann man eigentlich auf alles anwenden 😁👍)

  8. Ich gebe meine Kleidung gerne an Freunde oder Verwandte weiter. Ansonsten geht das, was noch gut ist an Hilfsorganisationen, die freuen sich auch immer über ein paar Dinge

  9. Die alten Kleidungsstücke, die ich bei H&M abgeben möchte, müssen auch von H&M sein, oder? Andere Marken werden nicht akzeptiert.
    Ist das richtig?

    Hat das jmd. von euch schon mal gemacht?
    Für mich ist das neu. Habe noch keine solche „Werbung“ irgendwo gesehen/gelesen.

    1. Laut der website von h&m müssen die Kleidungsstücke/Bettwäsche etc nicht von dem Unternehmen selbst sein, es geht einzig und allein ums recyceln.

    2. kimpoldi

      nein, definitiv nicht, woher die Bekleidung/Stoffe kommen ist vollkommen egal. Man gibt ohnehin eine verschlossene Tüte ab.

  10. Ich habe gehört, dass H&M das macht.
    Ich zweifele die Idee dahinter jedoch an, weil H&M selbst einer der größten Motoren der Fast-Fashion in der heutigen Zeit ist.
    Ich kaufe dort sei Jahren nicht mehr ein…

    Ich selbst liebe Secondhand und gehe viel auf Flohmärkte.
    Ansonsten versuche ich nur Fairtrade-Kleidungsstücke zu erwerben, da gelingt mir zu 95%.

    Die genannten Ideen setze ich bereits selbstverständlich um.
    Leider sind nicht alle Kleider reparierbar…
    Ich versuche mich aber auch im Upcycling, dafür sind meine Näherinnen-Fähigkeiten aber noch etwas Basic.:D
    Ich miste zwei- bis dreimal im Jahr meinen Kleiderschrank aus und bin mittlerweile sehr rigoros.
    Ein neues Teil (auch Secondhand) erwerbe ich nur, wenn ein altes meinen Haushalt bereits verlassen hat.
    Das gilt für Schuhe, Kleidung, Schmuck und Accessoires.
    Es wird langsam übersichtlicher in meinem Kleiderschrank. ;)

    1. kimpoldi

      Ja, das ist zu überdenken. Eine schwangere Freundin kauft dort öfters ein und freut sich natürlich über 15% Rabatt pro Teil- also gebe ich meine kaputten Sachen dort gerne ab… besser als Restmüll!

  11. Die Tatsache, dass H&M alte Kleidungsstücke zurücknimmt, ist absolut neu für mich! Wie genau funktioniert das? Online oder im Geschäft vor Ort?

    1. Nur im Geschäft vor Ort! Du gibst an der Kasse deine Tüte mit alten Klamotten (auch alte Bettwäsche) ab und erhälst meines Wissens einen Gutschein über Prozente für deinen nächsten Einkauf :)

  12. Hobbit

    kimpoldi, mich kostet es auch immer eine riesige Überwindung und es dauert auch immer bis ich fertig bin … „kommt das jetzt weg? … hm … oder doch nicht?“ 😂😂😂 … aber ich sag mir dann immer, zum einen ist es noch für einen guten Zweck für die Kleiderspende und zum anderen … dieses Gefühl in einen frisch aufgeräumten, geordneten und sortierten Kleiderschrank reinzugucken … einfach unbezahlbar 😂😂😂

  13. kimpoldi

    Ich habe viel zu viel Bekleidung- trage aber auch immer mal wieder Kleidung, die bereits 10Jahre + im Schrank hängt. Kaufe ab und an gebrauchte Kleidung. Bei mir Aussortiertes landet bei H*M (Löcher etcpp), gut Erhaltenes versuche ich zu verkaufen oder spende es an unser Tierheim für den Flohmarkt.

  14. Bei dem genannten schwesischen Unternehmen habe ich noch keine Klamotten recycelt ….ich gebe das lieber anderen Einrichtungen :)

  15. Hobbit

    Sind schon gute Tips jedoch manchmal eben nicht so ganz durchfürbar, z.B. wenn mich die Reparatur genauso viel kostet wie ein Neukauf, dann wähle ich doch eher dann den Neukauf. Auch ich versuche möglichst nicht den Kleiderschrank überquillen zu lassen und bei mir geht das so: 1x im Frühjahr und 1x im Herbst wird rigoros ausgemistet, Regel dabei: was ich 2 Saisons nicht anhatte, kommt weg und was nicht mehr passt, kommt auch weg. Dann wird schön ordentlich wieder einsortiert. Dasselbe auch mit Schuhen. Wenn ich ein neues Teil kaufe, muss ein altes weichen. Die aussortierten guten Teile kommen als Spende in die Kleiderkammer. Gut erhaltene Markenprodukte versuche ich im Internet anzubieten und/oder verschenke ich. Bei Klamottenkauf habe ich mir ein Limit gesetzt, was ich nie breche, denn früher hat es mich geärgert, wenn ich zu viel Geld bei Spontan- oder Frustkäufen ausgegeben habe.

    1. kimpoldi

      Ich finde das super, dass du da so konsequent bist. Ich tue mich mit dem Aussortieren ja sehr, sehr schwer. Wobei ich mir seit bestimmt 5 Jahren nur noch selten was Neues kaufe…

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