veganes Weihnachtsessen

Veganes Weihnachtsessen – Tipps und Rezepte für Weihnachten

in Magazin, Trends & Tipps von Jana18 Kommentare

Die Tage werden langsam kürzer und Weihnachten steht schon bald vor der Türe. Die besinnliche Adventszeit eignet sich hervorragend dafür, den Heiligen Abend zu planen. Eine der wichtigsten Säulen für jedes Weihnachtsfest ist das Essen. Es gibt unzählige klassische Gerichte und Rezepte für Weihnachten, aber für dieses Jahr haben wir einen besonderen Vorschlag: vegane Weihnachten! Der Ruf nach Produkten, die fair zu Mensch und Tier sind, wird immer lauter. Viele Menschen leben bereits vegetarisch, vegan, tierfreundlich und biologisch. Wieso also nicht auch Weihnachten einmal anders feiern? Vegane Gerichte verwöhnen den Gaumen, ohne ein schlechtes Gewissen hervorzurufen, denn sie sind nicht nur köstlich, sondern auch pflanzenbasiert und tierleidfrei. Wir zeigen dir, wie du ein wunderbares veganes Weihnachtsmenü zauberst und damit das Fest der Liebe richtig genießen kannst!

Fünf gute Gründe, Weihnachten vegan zu feiern

Die Tiere
Massentierhaltung unter inakzeptablen Lebensbedingungen, ein Leben in ständigem Stress und qualvolle Schlachtungen sind die besten Argumente gegen Fleischkonsum. Um Tieren viel Leid zu ersparen, ist eine vegane Ernährung gerade zu Weihnachten ein Zeichen der Liebe zum Leben.

Die Gesundheit
Dass übermäßiger Fleischkonsum sich negativ auf die Gesundheit auswirkt, ist schon lange bekannt. Willst du eine gesunde Ernährung als roten Faden durch dein Leben sehen, mache auch zu Weihnachten keine Ausnahme, sondern versuche dich an veganen Gerichten zum Fest!

Die Umwelt
Ein veganes Weihnachtsessen schont nicht nur die Tiere und deine Gesundheit, sondern auch die Umwelt. Um Umweltverschmutzung, Klimawandel und Co. den Kampf anzusagen, kannst du auf ein veganes Weihnachtsessen setzen.

Die Menschheit
Ein veganes Weihnachtsmenü trägt positiv zu einer nachhaltigen Lebensmittelversorgung überall auf der Welt bei. Die Haltung eines einzigen Nutztieres erfordert tonnenweise pflanzlicher Futtermittel, welche ihrerseits eine riesige Anzahl an Menschen ernähren könnten. Zur Veranschaulichung: Wir bringen es jedes jähr fertig, über 70 Milliarden Tiere zu füttern. Von den über 7 Milliarden Menschen müssen aber Millionen Hunger leiden.

Der Gaumen
Viele Menschen glauben, dass vegane Gerichte langweilig und geschmacklos sind. Aber sie irren sich – veganes Essen ist unglaublich vielseitig, abwechslungsreich und vor allem köstlich! Ein Grund mehr, die diesjährigen Weihnachten vegan zu begehen.

So einfach gelingt dein veganes Weihnachtsessen

Rezepte für Weihnachten gibt es wie Sand am Meer. Für deine Familie ist eine vegane Lebensweise vielleicht fremd, eventuell lehnen sie eine Ernährung ohne Tierprodukte sogar ab? Dieses Jahr kannst du ihnen beweisen, dass die vegane Küche keineswegs einseitig oder öde sein muss. Wir zeigen dir Möglichkeiten, wie du vegane Weihnachten ausrichten kannst.

Vegane Hauptgerichte zu Weihnachten

Veganes Essen kennen viele von uns hauptsächlich vom Desserttisch oder Salatbuffet. Tatsächlich gilt in vielen Familien noch: Ein Gericht ohne Fleisch ist kein vollwertiges Gericht. Diese veraltete Ansicht kann durch tausende von leckeren veganen Gaumenfreuden widerlegt werden. Hier einige Beispiele veganer Mahlzeiten, die sich auch hervorragend als Hauptspeisen für den Heiligen Abend eignen:

  • Nussknödel mit Rotkraut und Kürbisgemüse
  • Trüffelrisotto mit Pilzragout
  • Gefüllter Kürbis mit Couscous und Gemüse
  • Maronenpasta mit Thymian
  • Grünkohllasagne mit Champignons
  • Nussbraten in Dunkelbiersoße
  • veganes Gulasch mit Räuchertofu, Jackfruit und Soja-Geschnetzeltes

Da ein Weihnachtsessen aber aus mehr Gängen als nur der Hauptspeise besteht, stelle dir am besten gleich ein ganzes Menü zusammen. Ein Beispiel für ein veganes Weihnachtsmenü:

  • Vorspeise: Rote-Beete-Suppe mit Pastinake
  • Hauptspeise: Linsenbraten mit Selleriepüree und Brokkoli 
  • Nachspeise: Veganer Apfelstrudel mit Vanille-Soße

Du siehst also, es gibt viele abwechslungsreiche vegane Rezepte, die pflanzenbasiert und daher tierleidfrei sind. Zum Abschluss bekommst du von uns die Anleitung für ein leckeres veganes Weihnachtsrezept, das du schon einmal in der Adventszeit ausprobieren kannst:

Steinpilzpolenta im Wirsingmantel (4-6 Personen)

Du brauchst

  • 200g Steinpilze
  • 250g Instant-Polentagrieß
  • 1 Zwiebel
  • 6 Wirsingblätter
  • 800ml Gemüsebrühe
  • 1TL Natron
  • etwas Olivenöl
  • eine Prise Muskatnuss
  • Salz
  • Pfeffer

1. Einen großen Topf mit Wasser erhitzen und Natron hinzufügen. Strunk der Wirsingblätter abflachen, um diese später gut in die Kastenform einpassen zu können. Dann die Wirsingblätter abwaschen und drei Minuten im Wasser kochen. Danach kalt abschrecken.

2. Steinpilze putzen und in kleine Würfel schneiden. Zwiebel schälen und ebenfalls klein würfeln. Zwiebel in einer Pfanne mit Olivenöl anschwitzen, Pilze hinzufügen und drei Minuten braten. Vom Herd nehmen, salzen und pfeffern.

3. Backofen auf 180° Umluft vorheizen. Instant-Polentagrieß mit Gemüsebrühe laut Packungsanleitung zubereiten. Mit Muskatnuss würzen und die Zwiebel-Steinpilz-Mischung einrühren. 

4. Eine Kastenform (ca. 30x11cm) mit Olivenöl einfetten und mit den Wirsingblättern auskleiden. Diese sollten über den Rand hängen, damit du sie nach der Füllung umklappen kannst.

5. Die Polentamasse in die Kastenform füllen, die Wirsingblätter umklappen und das Ganze ca. 20 Minuten auf der mittleren Schiene in den Ofen schieben. Danach eine Weile abkühlen lassen, bevor du sie aus der Kastenform stürzt.

6. Du kannst die Polenta mit Johannisbeerchutney oder Birnenchutney servieren. 

Wir wünschen dir einen guten Appetit und frohe vegane Weihnachten!

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Kommentare

  1. Das Rezept klingt wirklich lecker, das probiere ich mal aus. Schmeckt bestimmt auch mit Shitakee, statt Steinpilzen!

  2. Danke für das schöne Rezept. Ich werde es sicherlich mal ausprobieren. Genau meine Zutaten und sie passen perfekt in die Jahreszeit.
    Und ja, das Thema Ernährung ist so vielseitig wie die Meinungen dazu. Es lohnt sich auf jeden Fall auf die Herkunft der Lebensmittel, die Anbaumethoden, die Lieferketten etc. zu schauen.

  3. Danke für die Anregungen! Wie sich in den Kommentaren zeigt, ist es wahrscheinlich schwer, auch mit noch so kreativen Ideen gegen Tradition anzukommen. Aber bestimmt ist auch die eine oder andere Rezeptidee dabei für die traditionell Essenden, die mit Veganer*innen gemeinsam feiern.

    1. AuthorTeam

      Möglich ist es auf jeden Fall. Rotkohl, Grünkohl und Sauerkraut verleihen dem Festmahl schließlich auch einen weihnachtlichen Geschmack und können ohne Abstriche vegan zubereitet werden. Ich lade meine nicht-vegane Familie jedes Jahr zum Weihnachtsessen ein und amüsiere mich immer köstlich, wenn mein stoischer Vater als wahrlich eingefleischter Mann kaum zugeben will, wie perfekt das Essen ist 😂

      Liebe Grüße
      Jana

  4. Vegan ist nicht tierleidfrei, liebe Jana.
    Trüffel, Jackfruit, Soja, Tofu. ……
    Wir feiern Weihnachten traditionell!

    1. kimpoldi

      Kannst du das genauer erklären, also wieso Jackfruit nicht tierleidfrei ist? Also bei Trüffel weiß ich es auch nicht… die Schweine müssen ihn finden? Danke, würde mich echt interessieren…

      1. Trüffel usw. hat sich auf die Rezepte aus dem Beitrag bezogen. Da zeigt sich auch wie teuer vegan ist.
        Vegan ist nicht tierleidfrei, weil allein durch den landwirtschaftlichen Anbau, der Lebensraum für die dort lebenden Tiere entzogen wird.
        Stichwort Pestizide, Anbau in Monokulturen, da überlebt kein Tierwesen.

      2. Dass vegan teuer sein muss, kann man wohl nicht am Preis von Trüffeln festmachen. Ist ja nicht so, dass veganes Essen sich dadurch auszeichnet, dass es Trüffel enthalten muss. Kartoffelsalat mit Würstchen ist sicher teurer als Kartoffelsalat ohne Würstchen 😉 Wenn man es ganz genau nimmt, ist kein Tierleben tierleidfrei. Und dennoch mag es einen Unterschied bedeuten, ob ich ein Lebewesen qualvoll töte oder seinen Lebensraum beeinträchtige.

      3. Natürlich kann man es nicht am Preis von Trüffel festmachen. Es wurde hier als Beispiel genannt.
        Es ging darum, dass vegan nicht wie behauptet, tierleidfrei ist.
        Jedes Jahr gibt es ein Aussterben der Artenvielfalt, nur weil man ihren Lebensraum
        “beeinträchtigt”.

      4. Wenn ich es richtig verstehe, willst du darauf hinaus, dass man allein durch vegane Ernährung nicht jegliches Leid heilt, das der Mensch Tieren zufügt. Das stimmt sicherlich auch. Aber dennoch ist es doch nicht sinnvoll, daraus zu schlussfolgern, dass vegane Ernährung sinnlos ist. Es ist doch ganz logisch, dass ich dazu beitrage, Tierleid zu reduzieren, wenn ich auf tierische Produkte verzichte, und nachgewiesen, dass das auch einen Beitrag zum Klimaschutz leistet.

      5. AuthorTeam

        Danke für den Link, Emma! Ein sehr interessantes Thema und für mich ein super Beispiel für “bewusster Konsum” – aber eben nicht für “vegan ist schlecht”. Natürlich sollte man auch in einer pflanzenbasierten Ernährung darauf achten, wo die Lebensmittel und einzelnen Zutaten herkommen: fair trade, bio, cruelty free.

      6. Am Besten regional, saisonal, da kann man schonmal nicht viel falsch machen. Vegan ist nicht schlecht. Wie heißt es schön, du bist, was du isst.

    2. Zacki

      Ich komm da auch nicht ganz mit. Für meine veganen Alternativen musste kein Tier in qualvoller Massenhaltung dahinvegetieren.

      1. Qualvolle Massentierhaltung will nu keiner mehr und dann liegt es auch an uns Konsumenten, ob und was für Fleisch auf dem Tisch landet.
        Für billig will ich, bekommt man keine Qualität. Lieber weniger, dafür artgerechte Tierhaltung.

    3. AuthorTeam

      Liebe Emma,
      du hast natürlich Recht, dass vegan nicht automatisch auch tierleidfrei bedeutet. Aber zumindest in Hinblick auf die Landwirtschaft ist eine pflanzliche Ernährung deutlich umwelt- und damit auch tierfreundlicher. Allein am Beispiel Soja lässt sich das sehr gut verdeutlichen: 70-75 Prozent des Soja-Ertrags werden zu Futter für die industrielle Tierhaltung verarbeitet. Monokulturen sind also hauptsächlich ein Produkt der Tierfutterindustrie (neben der Erzeugung von Bio-Kraftstoff, Ölen etc.). Zusätzlich wird für die Haltung der Tiere natürlich auch nochmal Fläche benötigt. So zieht sich das durch den ganzen landwirtschaftlichen Anbau. Ein Kilogramm Getreide und Gemüse verbraucht natürlich weniger Ressourcen und Fläche als ein Kilo Fleisch.
      Ökologische Landwirtschaft ist unabhängig von einer pflanzlichen Ernährung natürlich immer zu unterstützen, damit eben auch Insekten, Vögel und andere Kleintiere von Umweltgiften verschon bleiben. Konzepte mit biologisch dynamischer Landwirtschaft wie Mischkultur, Permakultur oder Demeter bieten zudem Alternativen zum Anbau in Monokulturen an. Gepaart mit einem bewussten Konsum kann man so schon ziemlich gut tierleidfrei leben.

      Liebe Grüße
      Dein TrendRaider-Team

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