vegane Lebensmittel

Vegane Lebensmittel erobern die deutschen Supermärkte

in Magazin von Trang

Der Verzicht auf alle Produkte, bei denen Tiere leiden könnten, zielt nicht nur auf das Tierwohl ab. Auch für den Menschen bestehen in der industriellen Fleischproduktion gesundheitliche Risiken. Die kiloweise Vergabe von Antibiotika in der Landwirtschaft führt dazu, dass sich antibiotikaresistente Keime ausbreiten können. Experten haben herausgefunden, dass Resistenzen gegen Antibiotika bei Menschen jährlich zu rund 10 Millionen Todesfällen führt. Im Gegenzug dazu kann eine cholesterinarme vegane Ernährung mit wertvollen ungesättigten Fettsäuren und Ballaststoffen das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken. Einige Studien berichten sogar, dass vegane Ernährung für Vitalität und Wohlbefinden sorgt. Der Einzelhandel erkennt das gründe Umdenken mehr und mehr an, weshalb Supermärkte vegane Lebensmittel immer öfter und vor allem vielfältiger anbieten.


Und schließlich profitierte auch die Umwelt davon, wenn der Fleischkonsum weltweit sänke. Riesige Tierfabriken haben einen enormen Wasserverbrauch und produzieren 39.000 kg Exkremente pro Sekunde. Das sind laut PETA 130 mal mehr als die der Weltbevölkerung. Und diese könnte man viel besser ernähren, wenn weniger tierische Produkte verzehrt und die großen Anbauflächen für Futtermittel effizient für Nahrungsmittel verwendet werden könnten.

Fleischlose Produkte in neuer Vielfalt im Supermarkt

Die Nahrungsmittelindustrie setzt sich mit der steigenden Nachfrage nach veganen Lebensmitteln auseinander. Waren Fleischersatzprodukte bislang nur in Reformhäusern zu bekommen, füllen sie jetzt auch die Kühltheken der Supermärkte. Erst kürzlich kürte die Tierrechtorganisation PETA das Unternehmen Aldi Süd zum veganfreundlichsten Supermarkt.

Vegane Lebensmittel im Supermarkt
Vegane Vielfalt im Supermarkt

Der “Vegan Food Award 2020” würdigt das vielfältige und wachsende Angebot veganer Lebensmittel bei Aldi. Neue Köstlichkeiten auf pflanzlicher Basis, die es bislang noch gar nicht gab, locken Veganer in die Supermärkte. Ob Veggie Fischstäbchen, pflanzliche Fertiggerichte, veganer Brotaufstrich oder das beliebte Bio Veggie Grill Sortiment: Vegane Produkte von Aldi Süd haben bereits einige Gourmet-Veganer überzeugt.

Vegan Grillen liegt im Trend

Sommerzeit ist Grillzeit. Gegrilltes Fleisch und ein kühles Bier gehört für viele Menschen zu einer gelungenen Gartenparty dazu. Wurde bislang den veganen Gästen das Grillgemüse auf den Teller geschoben, kommt jetzt veganer Fleischersatz auf das Rost. Tierleidfreie Grillspezialitäten ersetzen die Nackensteaks und Rostbratwürste. Der Vorteil: Die veganen Würste müssen nur kurz auf dem Grill liegen, da sie bereits vorgegart sind. Supermärkte bieten eine große Palette von Würsten und Bratlingen aus Tofu, Lupinen oder Weizen an, die geschmacklich gut mit den Originalen mithalten können. So mancher Profi-Griller ist bereits dem leckeren Wonder Burger von Aldi auf den Leim gegangen. Wer dazu konsequent ein veganes Bier oder einen Fruchtsaft trinken möchte, sollte auf die Vegan-Siegel auf der Verpackung achten.

Wachsendes Angebot für Veganer im Supermarkt und im Discounter

Bis vor kurzem galten Bio-Märkte und Reformhäuser als beste Einkaufsquellen für vegane Kost. Jetzt gehen auch die Discounter auf die Bedürfnisse der Veganer ein. Ob Hafermilch, Sojajoghurt oder Seitan-Schnitzel: In Supermärkten können Veganer ihre Lieblingsprodukte deutlich günstiger kaufen als in Reformhäusern. Die Albert Schweizer Stiftung hat untersucht, welche Discounter und Supermärkte die größte Auswahl der pflanzlichen Nahrungsmittel-Alternativen anbieten. Getestet wurden zwölf Märkte. Unter den Testsiegern befinden sich Familia und Aldi mit einer Vielzahl veganer Artikel.

Woran erkennt man vegane Lebensmittel?

Wer sicher sein will, dass die Lebensmittel halten, was sie versprechen, sollte auf die Siegel unabhängiger Institute achten. Das V-Label des ProVeg e.V. ist eine international anerkannte und geschützte Marke, die vegane Lebensmittel kennzeichnet. Produkte mit diesem Siegel dürfen keine gentechnisch veränderten Inhaltsstoffe enthalten. Ein weiteres Gütesiegel ist die Veganblume, die von der englischen Vegan Society vergeben wird. Hier dürfen GVO enthalten sein, müssen aber deklariert werden.

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