alte Kleidung verwerten

So verwertest du deine alte Kleidung richtig

in Magazin, Trends & Tipps von Jana14 Kommentare

Auch wenn hochwertige Kleidungsstücke uns oft über Jahre hinweg begleiten, sind Herren Jeans, Damen Shirts und Co Gebrauchsgegenstände, die mit der Zeit Gebrauchsspuren aufweisen oder sogar kaputt gehen. Die Frage ist, wie verwertet oder entsorgt man alte Kleidung richtig? Der Hausmüll ist auf jeden Fall nicht der richtige Ort, um die alten Lieblingskleidungsstücke loszuwerden, doch auch die Altkleidersammlung ist nicht immer die beste Option, um alte Kleidung zu verwerten.

Kleiderspende, ja oder nein?

Pro Jahr wird in Deutschland ca. 1 Million Tonnen Kleidung gespendet. Besonders während der letzten Monate haben sich viele Deutsche dem Ausmisten zugewendet, sodass rund zwölf Kilo Kleidung pro Kopf zustande kommen.

Wer die Kleidung dann im Altkleidercontainer spenden möchte, wird schnell ernüchtert, denn die Kleidung landet keineswegs bei Bedürftigen, sondern wird, nachdem zwischen brauchbar und unbrauchbar unterschieden wurde, nach Osteuropa oder Afrika verschickt. Lediglich 2-4 Prozent der Kleidungsstücke bleiben in Deutschland. Unbrauchbare Kleidungsstücke werden verbrannt oder recycelt.

Die meisten Altkleidercontainer sind vom Deutschen Roten Kreuz (DRK), die mit dem Verkauf der Kleidung eigene Projekte finanzieren. Oftmals werden Logos gemeinnütziger Organisationen gegen ein Entgelt auf die Container geklebt, die Organisationen selbst haben jedoch mit der Kleidersammlung nichts zu tun. Wer sicher gehen will, dass es sich um seriöse Container handelt, sucht nach dem “FairWertung” Siegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI) und achtet auf die angegebene Kontaktadresse auf dem Container.

Kleidung nachhaltig entsorgen oder verwerten

Um sicher zu sein, dass die alte Lieblingsjeans umweltfreundlich und nachhaltig entsorgt oder verwertet ist, bevor eine neue Herren Jeans gekauft wird, hat man verschiedene Möglichkeiten.

1. In sozialen Einrichtungen abgeben

Soziale Einrichtungen freuen sich besonders im Winter über gut erhaltene Kleiderspenden. Besonders Herren Jeans sind dann sehr beliebt, weil sie robust sind und in vielen Fällen trotz kleiner Mängel eine gute Qualität aufweisen. Anlaufstellen sind beispielsweise die Tafel, die Kleiderkammer, Oxfam-Läden oder auch andere soziale Einrichtungen. Im Internet lassen sich solche Einrichtungen in der eigenen Region gut recherchieren. Wichtig ist, vorher zu prüfen, ob gerade Kleiderspenden benötigt werden. 

2. Kleidung reparieren

Früher war es ganz normal, Socken zu stopfen und Herren Jeans zu flicken, statt direkt etwas Neues zu kaufen. Der Grund dafür ist simpel und hatte zumindest damals noch wenig mit Nachhaltigkeit zu tun: die Haushaltskasse gab meist nicht her. Kaputte Kleidungsstücke zu reparieren war und ist oft günstiger, als man denkt. Wenn also die Lieblings-Jeans des Herren nächstes Mal ein Loch hat, einfach mal beim Schneider vorbeigehen und nachfragen, wie hoch die Reparaturkosten sind – oder selbst zur Nähmaschine greifen. Damit tust du dir und der Umwelt etwas Gutes.

Trends muss man teilen...

Kommentare

  1. Oh ja, über ein Mending Kit würde ich mich auch sehr freuen! Wäre für mich sinnvoller als das xte Stirnband oder Halstuch. Vielen lieben Dank an Euch für die nützlichen Buchtipps!

  2. Bettina ♡

    Tolle Ideen. Vielen Dank. Meistens Spende ich ungeliebte Kleidung um anderen eine Freude zu machen.

  3. Zum Reparieren habe ich mir übrigens Textilkleber von Forschur zugelegt, da Stopfen o.Ä. einfach nicht mein Ding ist.

  4. Bei mir ist während des ersten Lockdowns auch ein Berg Kleidung im Altkleidercontainer gelandet. Finde das überhaupt nicht schlimm, dass “nur” so wenige Prozent in Deutschland verbleiben. Hauptsache, das Brauchbare landet da, wo es gebraucht wird, wo immer das ist.

  5. kimpoldi

    Ich muss da auch mal wieder ran und mehr verschenken … zum Verkauf fehlt mir echt die Zeit…

  6. Kleidung die mir nicht mehr passt, aber noch in Ordung ist verschenke ich oder gebe sie in den Altkleidercontainer. Alte Hosen trage ich zum wandern und T-Shirts trage ich in der Nacht, da ist es mir egal wenn ein paar Löcher drinnen sind, wenn es gar nicht mehr geht verwende ich sie zum putzen. Ich habe auch schon Kleidung repariert, hauptsächlich Strickware, besonders stolz bin ich auf die Jagdweste von meinem Vater, diese ist ca. 10 Jahre alt und er hat sie mir geschenkt, ich trage sie immer im Winter, leider sind schon ein paar Löcher drinnen, aber die habe ich so gut es geht zugenäht und trage sie noch immer.

  7. Kleidung die uns nimmer passt oder gefällt und ohne Macken ist spenden wir an den “Gute Nacht Bus” in Düsseldorf. Dort werden Obdachlose zB mit den Sachen eingekleidet. Aber den Tipp von Elke mit dem Buch finde ich klasse. Danke.

  8. Man kann gebrauchte Kleidung auch gut über nebenan.de oder Klamottentauschparties Lokal tauschen und verschenken.

    Reparieren finde ich auch immer sinnvoll. Wobei ich sagen muss manchmal geht einfach nichts mehr (gerade bei Jeans mit Elastan am Innenbein) und dann will ich sie auch nicht mehr spenden oder verschenken.

  9. Zu Punkt 2 möchte ich empfehlen doch mal das Netz nach “Visual Mending” zu durchforsten. Oder auch das Buch “Geschickt geflickt” von Erin Lewis-Fitzgerald kann ich euch ans Herz legen.
    Ein kleines “Mending-Kit” wäre doch auch mal was für die Box – Oder?

    1. Die Idee mit dem Kit und einer Kurzanleitung finde ich klasse. Es braucht ja auch nicht viel um mit dem schönen Flicken anzufangen.

    2. AuthorTeam

      Liebe Elke,
      vielen Dank für deinen schönen Input! Die Idee gebe ich gleich an unser Produktmanagement-Team weiter :)

      Liebe Grüße an dich!

    3. Von Räubersachen gibt es auch ein tolles Buch zum Reparieren von Kleidung, “Nach kaputt kommt schöner”.

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