Interview mit unserem Partner i+m

in Magazin von Lene6 Kommentare

In unserer März-Box haben wir euch die Naturkosmetikmarke i+m vorgestellt. Doch hinter dem Unternehmen steckt einiges mehr als nur Pflege und Wellness. Die Idee entstand 1978 aus einer westberliner Frauenbewegung. Eine der Gründerinnen, Inge Stamm, ist gelernte Drogistin, Hebamme und Heilpraktikerin und fand in ihrem Beruf als Hebamme heraus, dass Neugeborene stark auf die konventionelle Kosmetik reagierten. Sie bekamen Ausschläge und Rötungen von den Cremes und den darin enthaltenden Chemikalien. Schließlich traf Inge Stamm auf Monika Berg, die zweite Gründerin von i+m, und sie fingen an Cremes zu produzieren, die aus rein pflanzlichen Wirkstoffen entstanden sind. Stamm konnte ihr Wissen der Pflanzen- und Kräuterkunde komplett auf die Produktion von Naturkosmetika anwenden und so entstand die Marke i+m. Wir waren für euch vor Ort und sind ein paar Fragen auf den Grund gegangen.

„Ich habe mir die über-konservierten, denaturierten Rezepturen vorgenommen, die chemischen Inhaltstoffe mit natürlichen, pflanzlichen Alternativen ersetzt und sie in ein lebendiges Wesen mit Herz und Gehirn verwandelt.“ Zitat der Gründerin Inge Stamm

Es gibt viele Naturkosmetikhersteller. Was macht aber Ihre Kosmetik so besonders?

Unsere Kosmetik ist zum einen komplett vegan und zum anderen ist i+m auch eine politische Marke und keine reine Wellnessmarke. Außerdem haben wir keine Verpackung um unsere Produkte, so entsteht kein überschüssiger Müll.

Ihre Philosophie “Fair.organic.vegan.” verspricht u.a. keine Tierversuche durchzuführen. Wie werden die Inhaltsstoffe auf Hautverträglichkeit getestet? Und wo werden Ihre Produkte hergestellt?

Unsere Produkte werden im Speckgürtel von Berlin hergestellt und werden an uns, den Mitarbeitern, getestet. Zudem haben wir auch eine eigene Testergruppe, das sind zum Beispiel unsere Kunden, die unsere Produkte gerne testen. Aus chemischer Sicht ist es auch nicht notwendig unsere Kosmetik vorher an Tieren zu testen. Wir haben noch nie Tierversuche gemacht.

Sie beziehen Ihre Inhaltsstoffe aus vielen verschiedenen Ländern. In wie fern unterstützen Sie diese Länder dadurch?

Ein paar Beispiele wären zum einen die Sheabutter aus Urganda: Das ist unser Fair-Traide-Projekt seit den 70er Jahren und unsere Mitarbeiter sind mindesten ein Mal im Jahr vor Ort. Die Sheabutter wird dort von Frauen hergestellt. Das hat zum einen den Vorteil, dass Frauen dort fair bezahlte Arbeit haben und außerdem zahlen wir für die Sheabutter überdurchschnittlich viel, sodass die Sheanussbäume nicht abgeholzt werden, da die Nüsse wertvoller sind, als das Brennholz.
Einer unserer weiteren Projekte ist in Marokko: Hier produzieren Frauen, die von ihren Familien verstoßen wurden, Arganöl und können gleichzeitig mit ihren Kindern dort leben und arbeiten.

i+m kosmetik partneri+m engagiert sich auch gegen häusliche Gewalt bei Frauen und hat mit “Frauenhäuser für Afrika e.V.” eine eigene Hifsorganisation gegründet. Welche Fortschritte haben Sie schon gemacht?

Der Verein wurde im Januar 2014 gegründet. Die Gewaltrate gegen Frauen ist in Sambia erschreckend hoch und die Frauen sind dort täglich Unvorstellbarem ausgesetzt. Wir haben ein Frauenhaus mit unserer Organisation auf die Beine gestellt, das für die Frauen einen Zufluchtsort darstellt, sobald sie ihren Mann angezeigt haben. Die Polizei vor Ort kennt das Frauenhaus und bringt die misshandelten Frauen dort hin. Es ist auch das erste Frauenhaus in dieser Form und es wird auch von einer kleinen Polizeistation beschützt. Hier werden die Frauen unterrichtet und bald können sie auch eine Ausbildung zur Näherin absolvieren, um nach der Zeit im Haus selbstständig leben zu können.

Wie werden diese Projekte finanziert?

Unsere Projekte werden vor allem durch regelmäßige Spendensammlungen finanziert. Außerdem haben wir eine sogenannte eins-zu-fünf-Regel, in der wir den Erlös aus unseren Produkten in fünf gleiche Teile verteilen. Eins dieser Teile geht beispielsweise an das Frauenhaus in Sambia. Wir haben auch eine eigene Produktlinie mit dem Namen „Helfen und Schenken“ verkauft. Der Erlös dieser Linie ging komplett an das Frauenhaus.

Warum haben Sie sich für eine Kooperation mit TrendRaider entschieden?

Wir finden TrendRaider total spannend und die Idee, dass TrendRaider auf der Jagd nach Trends für seine Kunden ist, sehr schön. Außerdem sucht TrendRaider bewusst nach nachhaltigen Produkten und das passt eins zu eins auf unsere Marke.

Finden Sie, dass Ihre Philosophie mit den Trendfaktoren von TrendRaider übereinstimmt?

Uns ist es sehr wichtig, dass die Unternehmen, mit denen wir kooperieren, die gleichen Wertvorstellungen haben. Die Trendfaktoren von TrendRaider, wie biologisch, nachhaltig und fair vertreten wir ebenfalls und so passte es perfekt.

Vielen Dank!

Trends muss man teilen...

Kommentare

  1. antegri

    Ich liebe eure Produkte und freue mich über jedes das im einer Box ist

  2. ich habe durch euch schon gefühlt das halbe sortiment kennengelernt…

  3. Hätte auch nicht gedacht, das es die Marke schon so lange gibt. Finde die Produkte toll

  4. Achso, einen Kritikpunkt hätte ich doch noch:
    Wieso gibt es keine Pflege für Babys? Frau Stamm ist ja schließlich Hebamme und hat in ihrem Beruf ja selbst erfahren, dass andere Produkte für Neugeborene nicht optimal sind.

  5. Ich mag solche Hintergrundinfos sehr gerne. Wer liest sich schon durch irgendwelche Websites durch?
    Ich hätte nie gedacht, dass es die Marke schon so lange gibt.

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