Warum Sheabutter so gut für dich ist

in Magazin von Joseph

Wer heutzutage durch die Regale einer Drogerie stöbert, kommt an Sheabutter nicht vorbei. Jede namhafte Kosmetikmarke hat, so scheint es zumindest, Sheabutter als neuen Inhaltsstoff für sich entdeckt – Superfood für Haut und Haare quasi. Wir erklären dir, was daran so besonders ist und welche pflegenden Eigenschaften der Frucht des Sheanussbaums zugeschrieben werden.

Was ist Sheabutter?

Sheabutter ist ein fast geruchloses, gelbliches Pflanzenfett, dass aus der Kariténuss des Sheanussbaumes gewonnen wird. Verwendet wird es meist für Kosmetikprodukte, zur Haut- und Haarpflege, aber auch zum Kochen. Der Sheanussbaum wächst vorwiegend in Zentralafrika. Dort werden seine Früchte schon seit langer Zeit zur Herstellung von Sheabutter genutzt, die die Haut vor heißen Wüstenwinden schützt. Zur Herstellung der Butter werden die Früchte zerkleinert und mit heißem Wasser vermischt, bis eine Art Teig entsteht. Aus dieser Masse setzt sich mit der Zeit das Fett ab, das abgeschöpft und weiterverarbeitet wird. Die so gewonnene Butter hat eine gelbliche Farbe und duftet nach Schokolade, Nüssen und Butter – auch wenn einige den Geruch eher als gewöhnungsbedürftig beschreiben.

 

Was ist drin?

Im Gegensatz zu anderen Pflanzenfetten ist der Anteil an unverseifbaren Bestandteilen bei Sheabutter besonders hoch. Unverseifbar bedeutet, dass sich die Moleküle nicht in Wasser lösen, also „verseifen“. Hier die wichtigsten Inhaltsstoffe der Sheabutter im Überblick:

  • Allantoin, ein Harnsäurestoff, dem besonders pflegende Eigenschaften zugeschrieben werden. Allantoin wirkt entzündungshemmend, zellgenerierend, wundheilend und eignet sich hervorragend zur Behandlung von Hautirritationen.
  • Vitamin E ist ein wichtiges Antioxidans und sorgt dafür, dass Giftstoffe aus dem Körper transportiert werden. Zudem kann es den Alterungsprozess von Zellen verlangsamen. Der Körper kann Vitamin E nicht selbst herstellen.
  • Beta-Karotin, oder auch Provitamin A, ist ebenfalls ein Antioxidans. Außerdem reguliert der Stoff das Immunsystem und sorgt für ein gesundes Zellwachstum.
  • Omega-3-Fettsäurensind essentielle Fette, die Entzündungswerte senken und den Hormonhaushalt regulieren.
  • Linolsäure ist eine pflanzliche Fettsäure, die besonders wegen ihrer hautberuhigenden Eigenschaften geschätzt wird. Außerdem sorgt Linolsäure für einen ausgeglichenen Feuchtigkeitshaushalt deiner Haut.

Raffiniert oder Unraffiniert

Du siehst, Sheabutter ist voll mit guten Wirkstoffen. Bleibt noch die in Fachkreisen viel diskutierte Frage: Raffiniert oder unraffiniert? Grundsätzlich gilt, dass unverarbeitete Sheabutter mehr wertvolle Inhaltsstoffe enthält. Durch den Prozess des Raffinierens gehen Wirkstoffe verloren und die Farbe verändert sich von gelblich zu reinweiß. Allerdings kann unraffinierte Sheabutter gewöhnungsbedürftig riechen. Am besten beides einmal ausprobieren und dann entscheiden, was für dich am besten passt.

Ein echtes Allround-Talent

Das Sheabutter gut für Haut- und Haare ist, solltest du mittlerweile mitbekommen haben – doch wo wird sie eigentlich genau eingesetzt? Bei regelmäßiger Anwendung kann die Butter Falten verringern und trockene Haut pflegen und beruhigen. Dafür ist hauptsächlich das Allantoin verantwortlich. Die Pflanzenbutter hilft auch wunderbar gegen Narben. Regelmäßig mit Sheabutter eingecremt, heilen sie deutlich schneller und das Gewebe wird besser durchblutet. Funktioniert übrigens auch bei Schwangerschaftsstreifen. Von Neurodermitis Betroffene können die Butter zur Linderung des Juckreizes einsetzen. Das gleiche gilt für Ausschläge und Ekzeme. Zudem kann die Butter als Pflege vor, oder nach ausgiebigen Sonnenbädern eingesetzt werden um die Haut zu beruhigen. Es soll auch Herrchen geben, die Sheabutter für die Pfoten ihrer Vierbeiner verwenden, um diese vor Streusalz in der kalten Jahreszeit zu schützen.

Augen auf beim Butterkauf

Wir wollen dir nicht komplett vom Kauf von raffinierter Butter abraten, bedenke jedoch, dass darin weniger natürliche, wertvolle Inhaltsstoffe enthalten sind. Viele Kosmetika im Supermarkt enthalten ausschließlich raffinierte Sheabutter, da diese einheitliche Standards erfüllt und so in immer gleicher Qualität nachgekauft werden kann. Wenn du mit dem Geruch zurechtkommst, empfehlen wir naturbelassene Butter. Außerdem solltest du darauf achten, woher die Sheabutter kommt und ob die Hersteller eine angemessene Bezahlung erhalten. Die Firma Jolu bezieht ihre Sheabutter beispielsweise aus Pader, Uganda und setzt sich für eine gerechte Bezahlung der Arbeiter vor Ort ein. Achtet darauf, dass die Lieferketten und Herstellungsbedingungen transparent sind, denn gerade in Afrika wird oft unter ausbeuterischen Bedingungen produziert!

Grundstoff für eigenen Kosmetik

Auch wer Kosmetika selber herstellen möchte, sollte sich Sheabutter als Grundstoff genauer anschauen. Die oben genannten Eigenschaften machen sie zur perfekten Basis für Cremes, Seifen, Lippenpflege, oder als Körperbutter. Auch hier gilt: Schau genau auf die Herkunft deiner Zutaten, insbesondere bei Produkten aus Afrika. Wer Inspiration sucht, oder den Profis bei der Herstellung von toller Naturkosmetik über die Schulter schauen möchte kann dies dort tun. Wir finden: dufte Sache!

Trends muss man teilen...