Gute Vorsätze: Vier Tipps für mehr Nachhaltigkeit

in Lifestyle, Trends & Tipps by Tanja22 Kommentare

Das Thema der Nachhaltigkeit ist in aller Munde. Nicht grundlos: Es ist dringender als je zuvor, dass jeder seinen Beitrag leistet. Viele scheuen sich vor großen und übermütigen Handlungen. Dabei können schon ein paar wenige Änderungen im Alltag viel ausrichten, um das Leben auf diesem Planeten nachhaltiger zu gestalten. Die nachfolgenden vier Tricks richten schon eine ganze Menge aus. Unsere nachfolgenden Generationen werden es uns jedenfalls danken.

Plastik Adé

Plastik ist eine Erfindung, die mittlerweile bei fast jedem von uns einen faden Beigeschmack hinterlässt. Früher wurde die Erfindung des Plastikstoffes gefeiert und als maßgeblicher Fortschritt in Richtung Modernisierung gesehen. Heute ist das PET ein wahrer Fluch: Bilder mit Ozeanen voller Plastik überschütten die modernen Medien und zeigen die verheerenden Auswirkungen der ursprünglich bejubelten Stoffverbindung. Das muss sich ändern. Alleine schon der Verzicht auf Plastikbeutel hilft ungemein. Stattdessen helfen wiederverwendbare Jutebeutel beim Einkaufen.

Tipp: Am besten ist es, stets einen umweltfreundlichen Jutebeutel bei sich zu haben. Das schont vor allem bei Spontankäufen die Umwelt.

Nachhaltig Shoppen

Auch hier kann ein Beitrag zur Nachhaltigkeit geleistet werden. Mittlerweile steht die Fast Fashion in scharfer Kritik: Denn neben den fragwürdigen Arbeitsbedingungen der ArbeiterInnen werden auch die Ressourcen des Planeten geschröpft. Hier hilft es, bewusster einzukaufen und zum Beispiel in Second-Hand-Läden oder Outlet-Stores zu stöbern, in denen Markenartikel in großer Auswahl zu reduzierten Preisen angeboten werden. Die qualitativ hochwertige Bekleidung hält deutlich länger als schnelllebige Fashion und ist dadurch ressourcenschonend. Zudem kann gezielt von nachhaltigen Marken gekauft werden.

Weniger Müll produzieren

Etwa 220 Kilogramm Müll produziert der Deutsche jährlich. Einen Lichtblick gibt es: Seit Anfang diesen Jahres müssen Unternehmen, die Verpackung verkaufen, Gebühren bezahlen. Und auch wir können im Einzelnen einen Beitrag leisten: Indem wir beispielsweise auf weniger Verpackung beim Einkauf achten oder erst einkaufen gehen, wenn etwas auch wirklich aufgebraucht ist. Zudem können Pflegeprodukte mit wenig Aufwand selbst hergestellt und Kosmetik-Einwegprodukte mit nachhaltigen Alternativen ersetzt werden. Auch ein Umdenken beim beliebten Coffee To Go hilft immens. Etwa 2,8 Milliarden Einwegbecher werden jährlich weggeworfen. Die Folgen für Natur und Umwelt sind damit verheerend. Eine Alternative können Thermobecher sein, die in den Coffeeshops der Wahl befüllt werden.

Tipp: Mehr selber kochen und weniger Essen bestellen reduziert ebenfalls Abfall – und schont den Geldbeutel.

Mehr Fahrrad, weniger Auto

Städte wie Amsterdam machen es vor: Etwa 60 Prozent der Amsterdamer radeln täglich. Die Folge: Bessere Luft und weniger Unfälle. In Deutschland hingegen werden immer noch etwa 100 Millionen Tonnen CO2 in die Umwelt gepustet. Vor allem in den Großstädten wird dies anhand der schlechten Luftqualität deutlich: Allergien, Krankheiten und Hautempfindlichkeiten sind oftmals die Folge. Dabei lohnt sich der Schwung auf den Drahtesel: Nicht nur die Umwelt wird geschont, auch der Körper bleibt gesund und fit. Ein weiterer Bonus: Durch die langsamere Reisegeschwindigkeit entdecken Radler unterwegs vielleicht ein paar schöne neue Stellen oder Geschäfte in ihrem Wohnort.

Trends muss man teilen...

Kommentare

  1. Dem Shopping neuer Kleidung kann man gemeinsam mit den Freundinnen und regelmäßigen Tauschpartys entgegen wirken. Es wird alles getauscht, was Frau nicht mehr mag oder brauchen kann. Man muss dabei nur aufpassen, dass man nicht mit noch mehr Sachen wieder nach Hause kommt. Sonst wird es im Schrank wieder eng ;-) Ich bin so schon zu ein paar neuen Lieblings-Teilen gekommen.

    1. A propos:
      Ich habe demletzt eine Einladung zu einer Kleidertausch-Veranstaltung am Ende diesen Monats erhalten.
      Ich hoffe, dass ich den Termin wahrnehmen kann…

    2. Oh man, ich bin so neidisch… würde ich ja auch gerne mal machen, aber irgendwie haben meine Freundinnen alle so andere Größen als ich… manno…

  2. Ich persönlich finde das mit dem Fahrradfahren im Winter immer etwas problematisch, da kann man auch mal auf öffentliche Verkehrsmittel zurückgreifen, falls vorhanden. Ist dann immer noch „besser“ als das Auto und in einer Großstadt auch teils weniger stressig^^

    1. kimpoldi

      Das geht echt gut auf Kurzstrecken – Handschuh und Co sind natürlich Pflicht- aber ja, ich kanns verstehen …

  3. Die großen und bekannten Mode-Labels bringen doch auch mehrmals im Jahr saisonale Kollektionen in die Geschäfte. Diese „Markenartikel“ kann man dann wohl dementsprechend ebenfalls als „Fast Fashion“ bezeichnen.

  4. Mit dem Fahrrad zur Arbeit ist bei uns Alltag – schon allein weils praktischer für uns ist. Auch kleinere Einkäufe sind schneller mit dem Rad erledigt – kein Parkplatz problem, keine Parkgebühren und das Fitnessprogramm ist auch schon dabei. :)
    Noch Weniger Plastikverbrauch ist mein ganz großes Ziel in 2020. bei einem 5-köpfigen Haushalt manchmal schwierig und bezahlbar umzusetzen.
    Wie sagte neulich (ganz uneigennützig natürlich ;)…)
    Mama wenn wir ne große Partypizza bestellen ist das nur der Karton und der ist Altpapier 😂😂😂😂🤷‍♀️🤷‍♀️🤷‍♀️

  5. mehr Rad fahren oder zu Fuß gehen, wo es möglich ist. Hat ja auch den günstigen Nebeneffekt, etwas für seine Gesundheit zu tun. Und spart zusätzlich Benzinkosten

    1. Einen Führerschein habe ich nie gemacht da ich es für sinnlos halte es seinen Geldbeutel und der Umwelt anzutun. Zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit der Bahn kommt man super überall hin, zumindest in einer Stadt. Plastik zu reduzieren ist das nächste große Ziel, ist nur leider manchmal etwas schwer wenn man einkaufen geht immer etwas zu finden das unverpackt oder in Glas ist 😕 aber wenn man etwas wirklich will, sollte man dafür kämpfen egal wie schwierig es ist!

      1. Gerade in der Stadt gibt’s ja auch Unverpackt-Läden, wo man mit eigenen Behältnissen einkaufen kann… das macht schon einen ordentlichen Unterschied.

      2. Das mit dem Auto fahren stimmt schon, dass man da theoretisch drauf verzichten kann, würde trotzdem dazu raten einen Führerschein zu machen.

  6. Tekaja

    Ich bemühe mich, immer mehr und öfter Alternativen im Alltag einzubauen und umzusetzen, die nachhaltiger sind.
    Müll reduzieren – nach wie vor ein Thema, welches ich noch intensiver angehen möchte. Das Auto öfter stehen lassen, klappt schon ganz gut. :-)
    Das Projekt ‚Plastik reduzieren‘ ist gestartet, aber noch ausbaufähig.
    Und im nachhaltigen Shoppen übe ich mich auch bereits.
    Viele kleine Schritte an vielen Orten….

  7. kimpoldi

    Leider kann ich nicht mit dem Rad zur Arbeit fahren- es gibt nur eine gefährliche Landstraße ohne Radweg- übers Feld ist ein riesiger Umweg und leider sind die Wege tw. nicht mit dem Rad befahrbar, müsste schieben und bräuchte somit locker 1 gute Stunde ins Geschäft. E-bike habe ich bereits und fahre damit Einkaufen, zur Post, in den Ort oder auch mal weiter zu Freunden. Jutetasche habe ich immer dabei, muss aber gestehen, dass ich LM ungern aus dem „Krabbelsack“, also „offen“ kaufe- da ist mir abgepackt echt lieber… sorry.

    1. kimpoldi

      PS: Bei mir gibt es keinen „Unverpackt-Laden“ wo alles hygienisch gut verschlossen in Tüte/Tasche/Dose abgepackt werden kann… Also loses Gemüse wo jeder hingrappscht ist mir ein Graus…

  8. Spoonybaby

    Nachhaltig shoppen im Outlet Store??? Die Ware dort wird in den meisten Fällen extra dafür produziert das ist nicht nachhaltig. Nachhaltig shoppen heisst entweder second Hand oder fair produzierte Kleidung zu kaufen wenn man denn etwas neues benötigt.
    Das ist überhaut das Nachhaltigste nicht zu kaufen und sich vorher zu fragen: Brauche ich das ?

    1. Team

      Hi Spoonybaby,
      Kleidung gebraucht oder gar nicht zu kaufen ist in Sachen Mode wahrscheinlich die nachhaltigste Herangehensweise. Ansonsten empfiehlt es sich auch, sich zeitlose/klassische Stücke anzuschaffen. Diese Evergreens kann man dann über die „In-Saison“ hinaus noch lange anziehen.

      Liebe Grüße
      Dein TrendRaider-Team

  9. Die Tipps sind alle soweit bekannt :)
    Allerdings verstehe ich den Tipp nicht, wenn ich im Outlet shoppe, dann ist das nachhaltig. Widerspricht sich in meinen Augen bzw nachhaltig geht anders.

  10. Apropos hat jemand ein Tipp für nachhaltige sportkleidung? Da ist ja mikroplastik doch ziemlich problematisch.

  11. Das meiste beachte ich auch schon. Allerdings muss ich der Erfahrung widersprechen, dass Markenklamotten qualitativ hochwertiger sind. Kann ich so nicht bestätigen. Teilweise kommen die Sachen sogar von den gleichen Fabriken nur wird dann noch ein Markenzeichen drauf gestickt und schon zahlt man den 4fachen Preis, weil da adidas usw drauf steht. Also outlet shoppen verstehe ich jetzt nicht gerade unter Nachhaltigkeit, da ist man ja eher dazu hingerissen Sachen, die man gar nicht braucht zu kaufen, nur weil es 70% reduziert ist. Stattdessen versuche ich nur noch sehr wenig neu zu kaufen und die Sachen so wenig wie möglich zu waschen, dann halten die Stoffe auch viel länger. Auto habe ich bis vor kurzem nicht mal besessen in Karlsruhe kann man alles super mit dem Rad erreichen und zur Not auf Bahn umsteigen. Für die Arbeit musste ich aber umziehen und da musste leider ein Auto her, weil die Öffentlichen die reinste Katastrophe sind und 5km Berg hoch (wirklich Berg nicht, die Hügelchen was im Norden als Berg bezeichnet wird) für mich dann doch nicht realisierbar sind. Aber vlt leiste ich mir nächstes Frühjahr doch ein E-Bike um nicht ständig Auto fahren zu müssen.

    1. Team

      Hallo MG,
      da hast du völlig Recht: Am besten ist es immer noch, gar nicht bzw. sehr wenig oder gebraucht zu kaufen. Da können selbst Outlets nicht mithalten.

      Liebe Grüße
      Dein TrendRaider-Team

  12. Spirit-Jess

    3 von den 4 Tipps beachte ich bereits. Da der Sprit nächstes ahr teurer werden soll, überlege ich tatsächlich mehr mit dm Rad zur Arbeit zu fahren, sofern das Wetter das zulässt.

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