Geld sparen durch plastikfreie Produkte

Geld sparen durch plastikfreie Produkte

in Magazin, Trends & Tipps von Trang12 Kommentare

Die Welt versinkt in Plastikmüll. Noch immer werden etliche Alltagsprodukte in Plastik gehüllt. Dabei ist längst bekannt, dass das langlebige Material den Tieren und der Umwelt erheblich schadet. Der Berliner Christoph Schulz, stellte nach einer Augen öffnenden Reise sein Leben um und versucht seither Müll, und insbesondere Plastik, wo es nur geht zu vermeiden. Im Interview mit dem Focus berichtet er, wie er beim Anblick der Müllberge auf Sri Lanka realisierte, dass ein ernsthaftes Abfallproblem vorliegt und er unbedingt etwas dagegen unternehmen muss. Und das Problem existiert nicht nur dort. Die USA waren noch vor zwei Jahren die größten Müllproduzenten weltweit. Zurück in der Hauptstadt Berlin angekommen, war Schulz voller Tatendrang und gründete das Umweltschutzprojekt „CareElite“. Mithilfe der Organisation engagiert er sich heute gegen übermäßigen Plastikkonsum, indem er Aufklärungsarbeit leistet und umweltfreundliche Alternativen aufzeigt. Mit den folgenden Tipps kannst auch du die Natur durch plastikfreie Produkte entlasten und nebenbei sogar Geld sparen!

Leitungswasser trinken

Dieser Punkt taucht auf ungefähr jeder Tipp-Liste von uns auf, ist aber auch einfach sehr effektiv. Wer Leitungswasser trinkt, vermeidet Plastik und spart dabei Geld. Außerdem läufst du dann nicht der Gefahr, Wasser von Nestlé zu kaufen, welches du aus humanen Gründen unbedingt boykottieren solltest. Durch den einmaligen Erwerb einer schicken Trinkflasche, kannst du überall ganz leicht Leitungswasser auffüllen und musst dir keine Einwegflaschen kaufen.

Putz- und Waschmittel selber machen

Mit nur wenigen Zutaten kannst du deine Putz- und Waschmittel ganz leicht selber anrühren. Dadurch produzierst du nicht nur viel weniger Verpackungsmüll, sondern sparst auch noch Geld. Essig, Natron und Zitronensäure lassen sich leicht besorgen und sind zudem nicht besonders teuer. Bei der eigenen Herstellung deiner Putzmittel verzichtest du nebenbei automatisch auf fragwürdige Inhaltsstoffe, wie Tenside, Erdöl, synthetische Duft-, Farb- und Konservierungsstoffe, die sich in den gängigen Saubermachern befinden, von Mikroplastik ganz zu schweigen. Wenn du etwas Starthilfe brauchst, kann dir ein fertig zusammengestelltes Set von Sauberkasten helfen. Die Sets gibt es in verschiedenen Größen und ersparen dir eine Menge Recherche. Wenn du Zeit und Muße dafür hast, kannst du das natürlich auch selbst übernehmen.

Gemüse anbauen

Du hast einen grünen Daumen, oder bist auf der Suche, nach einer meditativen Freizeitbeschäftigung? Wie wäre es dann, wenn du dein eigenes Gemüse anpflanzt? Dazu benötigst du nicht einmal unbedingt einen Garten, viele Sorten wachsen auch auf dem Balkon sehr gut. Zum Beispiel Chilischoten, Tomaten und eigene Kräuter, die im Supermarkt oft großzügig in Plastik eingehüllt sind. Das erfordert zwar Zeit und Muße, jedoch kein Geld. Alternativ kannst du zumindest versuchen, so viel regionales und saisonales Gemüse zu kaufen, wie möglich. Das ist nämlich meistens unverpackt und günstig, aufgrund der hohen Mengen, die während der Saison geerntet werden. Was du auf jeden Fall vermeiden solltest, sind fertig geschnittenes Obst und Gemüse, das in Plastik verpackt ist. Das ist nämlich meistens viel zu überteuert und hält auch nicht besonders lange. Also, nichts wie los! Baue dein eigenes Gemüse an und spare Geld durch plastikfreie Produkte.

Fest statt Flüssig!

Die Vorteile von fester Seife sind mittlerweile bekannt: Sie ist kompakter und lässt sich dadurch besser transportieren, was große Mengen an CO2 einspart. Darüber hinaus ist sie meist plastikfrei verpackt und enthält in der Regel natürliche Zutaten. Preislich kommt es natürlich darauf an, welche Seife du benutzt. Wichtig ist, im Kopf zu behalten, dass teure Seifen nicht unbedingt besser sind als günstige. Vermutlich macht es letztendlich keinen spürbaren Unterschied in Bezug auf deinen Geldbeutel, sehr wohl aber auf dein Verhalten gegenüber der Umwelt. Und das is schließlich das, worauf es ankommt. 

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Kommentare

  1. Spoonybaby

    Ja das Plastikproblem ist ein Riesenproblem. Leitungswasser geht bei uns leider nicht, entweder liegt es an den Leitungen aber es hat eine komische Farbe und da tu ich mich schwer mit, ausserdem ist es sehr kalkhaltig und da muss ich aufpassen.
    Einkaufnetze und Beutel nutze ich immer, vor Corona war ich auch mit Dosen etc. beim Metzger einkaufen, das machen die aber im Moment nicht…
    Wir benutzen Bambuszahnbürsten und ich bin auf festes Shampoo umgestiegen.
    Da ich Veganerin bin ist leider vieles in Plastik verpackt und ganz darauf verzichten möchte ich nicht.
    Seit letzter Woche hat endlich nachdem ich mir das schon so lange gewünscht hatte im Nachbarort ein Unverpacktladen aufgemacht, jetzt heißt es alles aufbrauchen und die Küche umgestalten.

  2. Anatolia

    Ich trinke seit Jahren auch nur noch Leitungswasser. Spart Geld, Plastik und die ganze Schlepperei wäre mir auch zu blöd. Ich hoffe aber sehr, dass es bald abbaubare Verpackungen gibt…

  3. Hobbit

    trinkwasser kann ich leider nicht nutzen, auch wenn hier viele schreiben, es ist doch sauber und trinbar. trotzdem werde ich krank davon (gesundheitsbedingt), daher geht die option bei mir/uns nicht.

    die genannten dinge versuche ich schon ganz gut im alltag umzusetzen: handseifen, bambus zahnbürsten, togo becher, einkaufsnetze und jutebeutel … das sind schon die kleinstigkeiten 🤗🤭 immer wenn ich neue ideen sehe, versuch ich das mal zu probieren.

    dieses jahr haben wir das erste mal ein hochbeet bepflanzt. als im märz/april corona anfing, hatten wir ja zeit und wollten eigenes gemüse/obst im garten. welch glück, dass das warme wetter zum wachsen begünstigte.

    heraus kam eine vielzahl frischer gemüse: radieschen, lauchzwiebel, pflücksalat, möhren, kohlrabi, mini gurke, nasch tomate … unser stolz waren die zuchini … die wurden richtig meega

    Merke: aus 1 zuchini kern wächst eine pflanze, da waren 10 zuchini dran und 3 wachsen noch bis ernte in paar tagen.
    soo viele, das wusst ich nicht … ich habe nämlich 8 zuchini kerne eingepflanzt 🙈🙈🙈 … das sah im sommer bei uns aus wie ein zuchini dschungel 🤣🤣🤣🤣

    naja jedenfalls wollen wir wieder im frühjahr hochbeet gemüse pflanzen

  4. Leitungswasser gibts bei mir schon immer. Bei uns wurde nie Wasser in Flaschen gekauft – warum auch? Ist teurer, mehr Aufwand, und in Deutschland ist das Leitungswasser doch trinkbar.
    Auch Seifenstücke sind seit meiner Kindheit die Normalität. Fand es immer befremdlich, wenn irgendwer Flüssigseife rumstehen hatte – das kannte ich sonst immer nur aus Restaurants und Hotels.
    Worauf ich nun umgestiegen bin, ist nun auch festes Shampoo. Hab allerdings auch noch anderthalb Flaschen Flüssigshampoo zu Hause und weiß gar nicht, wann ich das noch alles aufbrauchen soll. :-D

  5. Ich trinke seit ca. 5 Jahren nur noch Leitungswasser. Kaum bin ich bei Mama ausgezogen war es mir erstens zu teuer und zweitens zu nervig ständig Wasserflaschen zu kaufen :D

    Auf feste Seife für Hände und Körper bin ich erst vor kurzem umgestiegen. Bereue es aber kein bisschen!

    Gemüse möchte ich nächstes Jahr sehr gerne auch selbst anbauen. Darauf freue ich ich auch schon total ;)

    Außerdem spare ich Geld und Plastikmüll indem ich eigene Tüten/Taschen mit zum Einkaufen nehme (anstatt jedes mal eine neue zu kaufen) und Obstnetze verwende anstatt der kleinen Plastiktüten.

  6. antegri

    Also ich versuche das im kleinen so weit wie möglich… Seifen benutzen für Hände, Körper, Haare,……. Leitungswasser und für unterwegs nen Plastikfreien Mehrwegbecher…..

  7. Mona

    Ja leider ist das so, Jana. Geld scheffeln ist der Industrie wichtiger als nachhaltig.

  8. mein problem hierbei ist, dass ich mir immer mehr dieser nachhaltigeren, neuen Produkte kaufen möchte und dann viel zu viel zeug zuhause rumliegen habe

    1. Das kommt noch dazu, dass es immer mehr sein muss. Kann jeder für sich selbst entscheiden. Ich bin der Meinung, weniger ist mehr.

  9. Meiner Meinung nach, müsste die Kunststoffproduktion eingestellt werden und alternative, nachhaltigere Verpackungen gefördert werden.

    1. Gebe ich dir absolut recht. Ich frage mich auch, wieso noch keine Prozedur entwickelt wurde um Plastikmüll wieder zuverwerten oder komplett zu liquidieren (ohne noch mehr Schaden anzurichten). Die paar Prozent die recycled werden helfen uns jetzt auch nicht mehr weiter.

      1. Wahrscheinlich ist es nicht gewinnbringend.
        Es dreht sich ja immer nur ums Geld .

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