Alles was du über Olivenöl wissen musst

in Lifestyle-Themen, Magazin, Trends & Tipps von Joseph10 Kommentare

Olivenöl hat keinen besonders guten Ruf. In der Vergangenheit konnte man viel lesen, über Olivenölskandale, Panschereien und kriminelle Machenschaften. Die Mafia hätte ihre Hände im Spiel, tunesisches und türkisches Öl würde als teures sizilianisches Öl verkauft werden. Billiges Haselnussöl soll dem grünen Gold beigemischt worden sein. Über kaum ein Lebensmittel ranken sich so viele Skandale! Zeit der Sache auf den Grund zu gehen. Hier erfährst du, was du wirklich über Olivenöl wissen musst. 

Olivenöl besser als sein Ruf

Trotz der alarmierenden Gerüchte muss man sich in Deutschland beim Kauf von Olivenöl in der Regel keine Sorgen machen. Die Stiftung Warentest überprüft in regelmäßigen Abständen die Qualität der in Deutschland erhältlichen Öle. Der Test von 2018 offenbart: Von den 28 getesteten Ölen sind fünf “gut”, nur zwei erhalten die Note “mangelhaft”. Zum Vergleich: Im Vorjahr erhielt kein einziges Öl die Wertung “gut”. In keinem der getesteten Produkte konnten Weichmacher, Schadstoffe oder Rückstände von Pflanzenschutzmitteln nachgewiesen werden. Außerdem sind die Tester zu dem Ergebnis gekommen, dass der Preis nicht unbedingt ein Qualitätsmerkmal sein muss. Güns­tige Olivenöle für weniger als 10 Euro pro Liter sind oft Mischungen von Oliven­ölen verschiedener Herkunft – durch­schnitt­liche Massenware, die im Test bestenfalls befriedigend abschneidet. Preise für besondere Harmonie werden solche Stan­dard­qualitäten nicht gewinnen. Doch zum Braten von Fleisch oder Gemüse und zum Pizza­backen genügen sie voll­kommen. Denn beim Erhitzen gehen die flüchtigen Aroma­komponenten im Öl ohnehin verloren.

Aromatische Öle kosten mehr

Wer allerdings Olivenöl zum Rohverkosten sucht, sollte etwas tiefer in die Tasche greifen. Besonders aromatische Öle kommen am besten im Salat oder pur auf einer Scheibe frischem Brot zur Geltung. Im Unterschied zu Ölgemischen aus verschiedenen Anbaugebieten werden hier Oliven einer Sorte aus einem Gebiet verarbeitet. Für den Geschmack des Öls ist vor allem der Erntezeitpunkt entscheidend: Aus frühreifen Oliven entsteht ein herbes, pfeffriges Öl mit grünen Noten, eines, das beim Verkosten im Hals beißt, richtig eingesetzt aber in der Küche viel Freude machen kann. Wenn sich am Scheitelpunkt der Reife Öl und Reparaturstoffe in der Olive die Waage halten, wird das Öl besonders fruchtig, nicht ohne Schärfe und die nötige Bitterkeit. Je reifer aber die Oliven werden, desto öliger und buttriger schmeckt das Öl aus ihnen – ohne sonst besonders viel zu bieten. Hier empfiehlt sich der Selbsttest: Lade am besten einige Freunde ein und jeder bringt eine Flasche Olivenöl mit. Verkostet wird am besten pur. So kann jeder die verschiedenen Öle probieren, nach eigenem Geschmack entscheiden und so “sein” Olivenöl finden.

Wie gesund ist Olivenöl wirklich?

Auch in diesem Punkt ist das Öl deutlich besser als sein Ruf. Forscher entdecken im Öl der mediterranen Frucht immer mehr Substanzen mit teilweise überwältigenden Wirkungen, zum Beispiel bei Brustkrebs, Herzerkrankungen, Diabetes und neuerdings auch bei Depressionen und dem sogenannten Metabolischen Syndrom. Die Bewohner der Mittelmeerländer sind generell gesünder als wir Westeuropäer und das trotz (oder wegen) höchstem Pro-Kopf-Verbrauch von Olivenöl. Griechen verzehren beispielsweise 20l des grünen Goldes im Jahr. Dort erkranken weit weniger Menschen an Arteriosklerose und Herzinfarkt als in unseren nördlichen Breiten. Auch ist die Sterblichkeitsrate auf Grund von Dickdarmkrebs dort bedeutend niedriger. Doch was steckt in dem Stoff, dass so gesund macht?  Olivenöl enthält einfach ungesättigte Fettsäuren. Diese sind besonders im Zusammenhang mit dem Cholesterinspiegel wichtig. Während mehrfach ungesättigte Fettsäuren, wie beispielsweise in Distelöl enthalten, den Gesamtcholesterinspiegel sinken lassen, helfen einfach ungesättigte Fette dabei das schädliche LDL-Cholesterin zu senken – also der Stoff, der für Ablagerungen in Blutgefäßen verantwortlich ist.

Mediterrane Ernährung ist gesund

Wissenschaftler erforschen schon seit längerem den Zusammenhang zwischen Ernährung und Gesundheit. Besonders bewährt hat sich hier die mediterrane Küche, die regelmäßig als eine der gesündesten Ernährungsweisen der Welt beschrieben wird. Allerdings muss an dieser Stelle differenziert werden, denn Fast Food, Fertiggerichte und Milchprodukte werden auch im Süden immer beliebter. Mediterrane Lebensweise meint hier die Ernährungsweise der Inselbewohner in den 60er Jahren. Deren Speiseplan lässt sich wie folgt beschreiben: Viel frisches Gemüse, frisch geerntete Früchte und geringe Mengen an Milchprodukten, wie Joghurt oder Rohmilchkäse aus Schaf- oder Ziegenmilch. Selten gab es Fisch, Geflügel, Fleisch oder Eier. Die Mahlzeiten wurden quasi ausschließlich mit Olivenöl zubereitet, dass übrigens immer noch die Hauptfettquelle im Mittelmeerraum ist.

Fakt ist: Das grüne Gold ist deutlich besser als sein Ruf! Es hilft nicht nur schädliches Cholesterin abzubauen, sondern wirkt auch vorbeugend bei verschiedenen Krebsarten, Herzerkrankungen und Diabetes. Wie setzt du Olivenöl am liebsten ein? Schreib es uns einfach in die Kommentare.

 

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Kommentare

  1. Ich verwende es zum kochen und anbraten. In kalten Speisen schmeckt es bei uns leider auch keinem.

  2. Das Olivenöl von OEL Berlin aus der “Natural Power”-Box habe ich zum Kochen/ Braten benutzt. Da kam für meinen Geschmack das “Grasige” vom Olivenöl nicht so raus, als wenn ich es für kalte Speisen verwendet hätte. Das mag ich nämlich einfach nicht.

  3. Hobbit

    Ich setze Olivenöl gar nicht ein, weil es bei uns niemand mag. Ich habe es ein paar Mal versucht, aber niemandem schmeckte dann das Essen, schon gar nicht im Salat. Also haben wir es gelassen, es gibt nun mal Dinge, die gehen halt einfach nicht, also experimentiere ich hiermit auch nicht mehr rum. Wir nutzen daher herkömmliche kaltgepresste Rapsöle, das geht auch sehr gut und ändert den Essensgeschmack nicht ab, zumindest für uns.
    Das Olivenöl aus der Box fand ich schön anzuschauen in der kleinen Glasflasche, auf dem Küchenboard kommt das besonders gut zur Geltung. Ich überlege noch, ob ich es verschenken soll, oder ob ich es nicht durchaus mal ausprobieren soll in Gerichten, wo man das Öl dann letztendlich evtl nicht so rausschmeckt, z.B. in Kuchen, Aufläufe etc. Muss ich mal Tante Google fragen, was sie dazu meint :-)

  4. marland

    Ich nutze Olivenöl auch für selbstgemachtes Körperpeeling – mit grobem Meersalz und einer Zitrone – riecht lecker und pflegt super

  5. Ich bevorzuge da eher geschmacksneutralere Öle an meinen Salat etc da ich die intensive Note nicht mag, jedoch hat mich das Öl aus der Aprilbox in Hinsicht auf Oliivenöl an Salat eines besseren belehrt

  6. Gast

    Sonja_Sun, das Rezept mit dem Weißbrot hört sich sehr lecker an, das wird abgespeichert und in den kommenden Tagen ausprobiert. Lieben Dank dafür. Pur habe ich Olivenöl bisher nicht zu mir genommen, aber mit dem tollen Rezept wird das sicherlich häufiger der Fall sein.

    1. Gerne. Ist aber auch nicht auf meinem “Mist” gewachsen ;)
      In unserem Mexiko-Urlaub gabs das ganz oft vor der Vorspeise. Haben das quasi nur übernommen.

  7. kimpoldi

    Interessanter Bericht. Ich selbst bin kein großer Fan von Ölen im Allgemeinen und beziehe “meine Fette” hauptsächlich aus LM, die von “Natur aus” Fett enthalten… Sojaprodukte, Nüsse,… Sonnenblumenkerne knabbere ich ab und an auch :)

  8. Ich bin ein großer Fan von Olivenöl. Wir benutzen es hauptsächlich im Salat oder auch als Vorspeise. Zum Beispiel bei Weißbrot. Olivenöl und ein bisschen Balsamico und Parmesan noch dazu und schon kann das Brot eingetaucht werden :)

  9. Gast

    Olivenöl wird bei uns zum Kochen eingesetzt und als leckeres Salatdressing. Im Sommer werden Gemüsepäcken für den Grill vorbereitet und dazu gehört ein wenig Olivenöl. Beim Backen ersetzt es die Margarine. In der Küche wird es somit überall, wo Öl benötigt wird, das Olivenöl eingesetzt.

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