ALEXASCHA – Gründerin Alexandra im Interview

LindaBlog, Lifestyle15 Kommentare

Die Gründerin des Schmuck-Labels ALEXASCHA ist eine starke Frau, die ihren Schmuck dafür einsetzt, andere Frauen zur Stärke zu inspirieren. Dabei setzt sie auf klare Designs und kombiniert diese mit knalligen Farben. Nachhaltigkeit ist neben Female Empowerment ein wichtiger Teil ihres Arbeitsprozesses – jeden Tag. Wir haben sie dazu interviewt.

Was hast du gemacht, bevor du Alexascha gegründet hast ?

„Ich habe Grafikdesign studiert und war schon immer sehr neugierig und habe auf vielen Hochzeiten gleichzeitig getanzt. Sei es Fotogragie, Grafik- oder Schmuckdesign. Später habe ich in einer Designagentur Verpackungen gestaltet. Schöne Verpackungen haben mit Mode und Schmuck etwas Gemeinsames – sie verleihen dem Inneren ein an- und entsprechendes Äußeres.“

Wie und wann ist die Idee zu ALEXASCHA entstanden?

„Schöne Dinge haben mich schon immer begeistert, aber nicht auf eine oberflächliche Weise. Mich hat immer der „Inhalt“ interessiert. Die Tatsache, dass die Verpackungen ein sehr kurzes Leben haben und schließlich nur Müll sind, egal wie schön gestaltet, hat schnell zur beruflichen Enttäuschung geführt und ich habe mich auf eine Schmuckkollektion konzentriert, an der ich nebenberuflich gearbeitet habe.

Es war kein Echtschmuck, sondern Modeschmuck mit viel Raum für Experiment und Selbstentfaltung. Das liebe ich an Modeschmuck: Die Zugänglichkeit, Flexibilität und die Freiheit, jeden Tag anders zu sein. Leider hat er ein schlechtes Image, weil er häufig wegen seiner mangelnden Qualität zu einem Wegwerfprodukt wird. Ich bin hingegen davon überzeugt, dass Schmuck nicht zu teuer sein darf, weil man sich im Laufe des Lebens ständig entwickelt und dementsprechend aussehen sollte. Weil das ein tolles Gefühl ist „ich selbst zu sein“ oder auch in andere Rollen zu schlüpfen.“

Welchen Stellenwert hat Nachhaltigkeit für dich als Unternehmerin und in der Produktion deiner Schmuckstücke?

„Gegen Edelmetalle und Edelsteine entscheide ich mich bewusst. Das hat mehrere Gründe. Erstens sind das endliche Ressourcen, zweitens spielt der teuere Preis eine Rolle und drittens finde ich, dass man Schmuck nicht als Status-Symbol einsetzen sollte, um authentisch zu sein. Es gibt so viele andere Materialien wie Glas, Leder oder Baumwolle, die weniger verbreitet sind beim Schmuck, dennoch aber wahre Schätze in Sachen Ästhetik, Charakter und Langlebigkeit sind. Wir bei ALEXASCHA haben den Anspruch, hochwertigen Schmuck zu kreieren, der eine Qualität von Echtschmuck hat, aber zu zugänglichen Preisen angeboten wird.

Das Thema Nachhaltigkeit ist bei uns ständig präsent. Es ist für uns wichtig, dass alle Prozesse bei uns im Design-Studio stattfinden und dass wir die volle Kontrolle darüber haben. Unsere Produkte entstehen in Handarbeit und werden auch mal repariert, wenn etwas nach langer Nutzung bricht. Wir schätzen unsere Arbeit und unsere Produkte und möchten, dass sie ein langes Leben haben und nicht nach kurzer Zeit im Müll landen. Alle Bestellungen werden kompakt und ausschließlich mit Papier verpackt. Unsere Upcycling Kollektion PureForm ist ein bestes Beispiel dafür, wie man in der Produktion nachhaltig handeln kann. Wir nehmen alte Mosaiksteinchen und verwandeln sie in Schmuck.“

Ist dein Schmuck ein Statement in Sachen Female Empowerment?

„Die Einzigartigkeit jedes Menschen habe ich schon immer geschätzt und habe darauf mein Label aufgebaut. Ich wünsche mir, dass die Frauen sich ihrer Einzigartigkeit bewusst werden und von den angleichenden Trends wegkommen. Sie sollten sich entdecken, Wertschätzung zu sich selbst aufbauen und dieses nach außen tragen. An dieser Stelle wird der Schmuck von ALEXASCHA wichtig, denn er ist genau dafür da – um den eigenen Charakter und Stil zu entfalten. Das ist wahre Stärke, sich von der Masse abzuheben und selbstbewusst zu sein.

Solche Frauen haben mich schon immer inspiriert und ich unterstütze immer Frauen auf dem Weg zu sich selbst und zu ihrem Erfolg. Unter Anderem wird das bei uns im Blog sichtbar. Portraits und Geschichten von starken Frauen, die ihre persönlichen Ängste und Erfolge teilen und andere damit inspirieren. Und es ist großartig zu sehen, wie unterschiedlich sie sind und dass sie mit unserem Schmuck so kreativ umgehen und ihn tragen können.“

Was für eine Rolle spielen Farben in deinem Leben? Gibt es einzelne Farben, mit denen du besondere Gefühle verbindest?

„Beim Thema Farben kann ich mich schwer entscheiden, weil ich sie alle liebe und tatsächlich alle für schön halte! Tragen tue ich natürlich selbst nicht alle, aber das sind immer Phasen, in denen ich viel Blau oder Grün trage. Aktuell stehe ich total auf Pastellrosa – eine Farbe, die ich noch vor 10 Jahren gemieden habe. Heute bin ich mutig genug, um zuzugeben, dass ich mich ändere und auch mein Geschmack. Rosa ist total schön!“

Wenn du Frauen schmucktechnisch einen Ratschlag geben dürftest, was würdest du empfehlen? Worauf sollte man achten, wenn man typgerechten schönen Schmuck haben möchte?

„Ich würde immer empfehlen, auf das eigene Gefühl zu hören und dabei selbstsicherer zu sein. Man muss nicht bei jedem Trend mitmachen und nicht das Gleiche tragen, was schon die Freundin trägt. Schauen, überlegen und vielleicht sogar etwas Ähnliches kaufen, wenn es tatsächlich das Richtige ist, aber wenigstens in einer anderen Farbe. Außerdem finde ich, dass „typgerechter Schmuck“ eher dafür da ist, um der Frau ein sichereres Gefühl zu geben und nichts wirklich Objektives.

Wenn solche Empfehlungen von den Profis kommen, meint man, es wäre richtig. Was allerdings nicht unbedingt so sein muss. Ich finde, es ist viel wichtiger, das zu tragen, was man für schön hält. Im Zweifelsfall ein Teil weniger – nicht an jeder freien Stelle etwas Schönes. Dann sind es eben nur Ohrringe, aber dafür in der Lieblingsfarbe. Und die Farbe trägt so viel zur guten Laune bei!“

Danke, liebe Alexandra, für diese ehrlichen und inspirierenden Antworten!

Und du, hast du die Ohrringe aus der Colour Splash Box schon getragen?

Trends muss man teilen...

15 Kommentare bei “ALEXASCHA – Gründerin Alexandra im Interview”

    1. @Pat:
      Das ist eine nette Idee. Allerdings lässt sich das vermutlich nicht so leicht umsetzen, da wir ja alle unterschiedlich farbige Ohrstecker in unseren Boxen hatten🙂

  1. kimpoldi

    Zum Glück in grün erwischt… werde ich definitiv tragen. Ansonsten ist dieses klare nicht verspielte nicht so mein Schmuck- Geschmack.

  2. Die Ohrringe sind leider nicht mein Stil, aber auf der Internetseite gibt es ja soviel andere tolle Sachen, da findet jeder was für seinen Geschmack!

  3. Vermutlich hätte ich mir die Ohrringe nie gekauft, aber da ich sie in der Box hatte habe ich sie ausprobiert und mich sofort darin verliebt. Ich habe auch schon auf der Internetseite gestöbert und vielleicht werde ich mir noch das ein oder andere Schmuckstück zulegen :)

    Der Schmuck, sowie die Person die dahinter steckt begeistern mich einfach.

  4. Interessant…ich wusste gar nicht, das beispielsweise alte Mosaik-Steinchen beim Schmuckdesign zum Einsatz kommen.
    Gute Idee!
    Sind daraus auch die Ohrstecker aus unserer „Colour Splash“-Box?

  5. Hoffile

    Ich trage kein Schmuck aber es gibt immer eine Person die man Glücklich machen kann. Trotzdem tolle Frau hinter dem Projekt.

  6. Ein schönes und inspirierendes Interview! Gerne mehr davon :)
    Die Ohrringe waren für mich persönlich nichts, aber dafür freut sich jetzt jemand anderes umso mehr darüber.

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